Chevrolet Corvette: Die Legende lebt

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Sie ist der Urtyp des amerikanischen Kraftmeiers und einer der meistverkauften Sportwagen der Welt. Kein Wunder, dass ganz Detroit den Atem anhält, wenn Chevrolet die siebte Generation der Corvette präsentiert.

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Die neue Corvette bricht Rekorde.
Die neue Corvette bricht Rekorde.
(Foto: General Motors)

Eine heruntergekommene Fabrikhalle im Herzen von Detroit, brüllend laute Gitarren, gleißend rotes Licht und 1.000 jubelnde Fans - noch bevor die Motorshow in Detroit so richtig angelaufen ist, hat sie ihren ersten Höhepunkt. Denn am Vorabend der Messe hat Chevrolet das vielleicht wichtigste Auto der Saison enthüllt: die neue Corvette.

Sie ist nicht nur der Inbegriff des amerikanischen Kraftmeiers und mir über 1,5 Millionen Exemplaren einer der erfolgreichsten Sportwagen der Welt. Der Kultklassiker ist auch so etwas wie die Seele des Unternehmens, sagt der amerikanische Chevrolet-Chef Mark Reuss. Die Corvette war es, die Männer wie ihn erst zu General Motors gebracht hat. Und sie war es auch, die das gesamte Team während der Krise bei der Stange gehalten hat.

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Jetzt, da die Misere gemeistert ist und sich General Motors stark fühlt wie nie zuvor, sei es deshalb auch genau die richtige Zeit für eine neue Corvette, die alle Rekorde bricht. Schließlich ist die siebte Generation mit dem internen Kürzel C7 schneller und stärker als je zuvor, verspricht Chefingenieur Tadge Juechter und holt sogar die Umweltbesorgten ins Boot. Denn gleichzeitig sei die neue Corvette auch sparsamer als all ihre Vorgänger. Und moderner ist sie natürlich obendrein.

Vom Vorgänger hat sie nur zwei nicht näher definierte Bauteile übernommen, ist breiter, flacher und länger geworden. „Aber natürlich haben wir die Corvette so gezeichnet, dass man sie auf Anhieb erkennt“, sagt Designchef Ed Welburn, der aus 300 Entwürfen auswählen musste. Seine Wahl fiel auf einen ausgesprochen modernen Vorschlag, den der Stylingchef „besonders international“ nennt. Vielleicht erinnern die Front mit dem Chromstreifen im Kühler auch deshalb ein bisschen an Ferrari und die Scheinwerfer mit den LED-Leisten für das Tagfahrlicht an Maserati.

Alles andere allerdings ist klassische Muskelware aus Motown: eine flache, stark konturierte Haube mit großer Lufthutze, schlanken Flanken mit markanten Kiemen und ein Heck so breit wie das Kreuz von Silvester Stallone - so muss ein Sportwagen aus Amerika aussehen. Und wer auch nur ein bisschen Phantasie hat, der weiß beim Blick auf die vier in die Mitte gerückten Endrohre, wie laut und leidenschaftlich der Soundtrack zu diesem Roadmovie klingt.

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