Citroën C3 Aircross: Halb Van, halb SUV

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Für die These, dass der C3 Aircross sich den Van-Genen des Vorgängers C3 Picasso verpflichtet sieht, spricht auch die Motor-Getriebe-Variante des Testwagens. Der 1,2-Liter-Dreizylinder wird in drei Leistungsstufen angeboten, zum Einsatz kam die mittlere mit 81 kW/110 PS. 110 PS und 205 Nm klingen für einen Kleinwagen nicht schlecht.

Allerdings hatte der Franzose eine aufpreisplichtige Spaßbremse an Bord: Eine Sechsgang-Automatik war statt des serienmäßigen Fünfgang-Schalters für die Kraftübertragung zuständig. Um es kurz zu machen: Die 1.500 Aufpreis kann man sich schenken. Die Automatik agierte träge und alles andere als geschmeidig. Erst ein Blick ins Datenblatt zeigte, dass es sich dabei tatsächlich um eine Wandlerautomatik handelt und nicht um ein automatisiertes Schaltgetriebe. Sanftes Beschleunigen war angesagt, wollte man die Schaltfrequenz nicht unnötig fordern. Somit blieb von der Spritzigkeit des Dreizylinders viel auf der Strecke.

Citroën C3 Aircross: SUV betont Van-Gen
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Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn und ein wenig mehr – und damit genug Reserven zum Überholen - waren zum Glück dennoch kein Problem. Der Motor konnte außerdem durch seine Laufruhe und auch durch seine Trinksitten überzeugen. Also: das typische Dreizylinder-Geschnatter hörte man erst unter Volllast und durchschnittlich flossen dank der von der Automatik geforderten entschleunigten Fahrweise 6,6 Liter durch die Leitungen, ein Liter mehr als der Normverbrauch vorgibt. Die Abstimmung des Fahrwerks passt übrigens ebenfalls gut zur entspannten Haltung und zum Vancharakter. Wer sportive und fahraktive Ambitionen hat, sitzt im falschen Auto.

Im richtigen Fahrzeug ist allerdings derjenige unterwegs, der sich über eine große Anzahl Assistenten freut. Ab Werk rollt der C3 Aircross mit Spurassistenten, Verkehrszeichen- und Müdigkeitserkennung vor. Dazu gibt es noch gegen Aufpreis einen Fernlicht- und Einparkhelfer sowie ein Head-up-Display.

Van + SUV = VUV

Apropos Preise: Ab 15.290 Euro steht der Franzose in Kombination mit dem 1,2-Liter-Dreizylinder und 60 kW/82 PS in der Preisliste. Wer mehr Komfort und auch die zahlreichen Möglichkeiten der Individualisierung für Lackfarben und Applikationen nutzen möchte, muss mindestens zur zweiten Ausstattungsstufe Feel greifen (ab16.790 Euro). Unser Testauto kostet so mindestens 18.790 Euro (ohne Automatik, mit Fünfgang-Schalter) beziehungsweise 21.190 Euro im höchsten Komfortniveau Shine. Hier gehören unter anderem Navi und Klimaautomatik zum Serienumfang. Ein bisschen Geld für schicke Zweifarben-Lackierung, das große Glaspanoramadach oder Sitzheizung sollte noch übrig sein.

Bei der Preisgestaltung liegt der Kleine auf der „Höhe“ der Zeit, gleichgültig ob es sich um SUV oder einen Van handelt. Wir finden übrigens, dass er ein Zwitterwesen ist: ein VUV, also ein Van-Utility-Vehicle.

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