60-Jähriges „Cliff“-Calibra, die „Schwarze Witwe“ und das Werk

Von Steffen Dominsky 2 min Lesedauer

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Das Opel-Werk Kaiserslautern feiert Geburtstag. Am 3. Juni 1966 wurde es eröffnet. Fast genau 60 Jahre später lädt es Besucherinnen und Besucher zu einem Blick hinter die Kulissen ein.

Am 22. Dezember 1964 veröffentlichte die Stadt Kaiserslautern den Ansiedlungsvertrag für das neue Opel-Werk. Die Rüsselsheimer kaufen sogar mehr als doppelt soviel Fläche, wie zur Nutzung ausgewiesen war und investierten 150 Millionen DM. Die Einweihung und der Start des neuen Werks war 1966.(Bild:  Opel)
Am 22. Dezember 1964 veröffentlichte die Stadt Kaiserslautern den Ansiedlungsvertrag für das neue Opel-Werk. Die Rüsselsheimer kaufen sogar mehr als doppelt soviel Fläche, wie zur Nutzung ausgewiesen war und investierten 150 Millionen DM. Die Einweihung und der Start des neuen Werks war 1966.
(Bild: Opel)

Am 3. Juni 1966 startete die US-Weltraumkapsel Gemini 9 zu ihrem Flug ins All. Dorthin gebracht wurde sie von einer Titan-II-GLV-Rakete. Ebenfalls an diesem Freitag eröffnete ein Werk, das fortan deutlich kleinere Motoren produzieren sollte: Es war das Opel-Werk Kaiserslautern, das feierlich eröffnet wurde. In den Jahren und Jahrzehnten darauf entwickelte es sich erst zum wichtigen Motoren- und dann zum zentralen Komponentenwerk der Rüsselsheimer Marke. Heute beliefert es als Komponentenwerk mehr als 20 Stellantis-Werke weltweit. Aktuell stecken in über 30 Modellen von sieben Stellantis-Marken Bauteile aus Kaiserslautern. Die erfolgreiche Geschichte und Entwicklung des pfälzischen Werks zu einem hochmodernen Fertigungsstandort ist ein Grund zu feiern. So öffnet Opel am 20. Juni 2026 zum großen Jubiläum „60 Jahre Opel in Kaiserslautern“ die Werkstore für die Öffentlichkeit. Beim Tag der offenen Tür können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Familien und Freunde sowie alle Opel-Fans das Werk einmal aus ganz anderer Perspektive kennenlernen und einen Blick hinter die Kulissen werfen.

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„Opel und Kaiserslautern sind seit 60 Jahren untrennbar miteinander verbunden. Dieses Jubiläum wollen wir feiern! Die Besucher werden Stunden voller Überraschungen, Abwechslung und neuer Einblicke erwarten. Ganz besonders möchte ich dabei unseren Mitarbeitenden danken, ohne die dieser Erfolg in Kaiserslautern nicht möglich gewesen wäre. Kommen Sie vorbei und erleben Sie, wofür Opel in Kaiserslautern steht“, lädt Werksleiterin Bilyana Stern zum Tag der offenen Tür ein. Los geht das Jubiläumsprogramm um 10 Uhr. Gäste erhalten Einblick in den Produktionsalltag und die Aufgaben vor Ort genauso wie in die aktuellen Opel- und weitere Stellantis-Modelle. So können sie auf einem interessanten Rundgang die Abläufe im Presswerk und der Komponentenfertigung erleben. Schließlich werden in Kaiserslautern rund 400 verschiedene Komponenten hergestellt. Mehr als 350.000 hier produzierte Teile verlassen täglich das Werk in alle Richtungen Europas, wo sie dann in unterschiedlichste Opel- und Stellantis-Modelle eingebaut werden.

Am Tag der offenen Tür können Besucher diverse aktuelle Ope-Modell näher kennenlernen und beispielsweise bei einer Probefahrt selbst erleben. Wer lieber in Erinnerungen schwelgen möchte, besucht die Oldtimerausstellung. Eigens für das Event bringt Opel Classic einige ganz besondere Schätze aus dem Rüsselsheimer Fundus nach Kaiserslautern. Auch hierbei steht alles unter dem Motto „Hochleistung pur“. Zu den Exponaten zählen Raritäten wie der Grand Prix-Rennwagen von 1913 als ältestes Exemplar genauso wie ein Opel Rekord B, den sich der ehemalige Fußballbundestrainer Sepp Herberger 1966, im Eröffnungsjahr des Opel-Werks Kaiserslautern, zulegte. Der seinen Fans unter dem Namen „Schwarze Witwe“ bekannte Gruppe-5-Spezialtourenwagen auf Basis des Rekord C ergänzt die Palette – ebenso wie der legendäre 500 PS starke 2,5-Liter-V6-„Cliff“-Calibra, mit dem sich Manuel Reuter und Opel 1996 den Sieg in der Internationalen Tourenwagen-Meisterschaft ITC sicherten, sowie der Prototyp Astra OPC X-Treme V8 mit 444 PS und Flügeltüren aus dem Jahr 2001. Weitere Opel-Klassiker aus privater Hand runden das Ausstellungsangebot ab.

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