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Cluno leiht sich 80 Millionen Euro

| Autor: Jens Rehberg

Startup-Chef Nico Polleti hat sein Unternehmen mit zwei weiteren Krediten in Höhe von insgesamt 80 Millionen Euro beliehen. Damit will er „den steigenden Bedarf an Fahrzeugen“ decken.

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Das billigste Cluno-Angebot ist derzeit der auslaufende Corsa E für 259 Euro im Monat – es ist allerdings erst in „mehr als 4 Monaten“ verfügbar.
Das billigste Cluno-Angebot ist derzeit der auslaufende Corsa E für 259 Euro im Monat – es ist allerdings erst in „mehr als 4 Monaten“ verfügbar.
(Foto: Rehberg)

Die Münchner Auto-Abo-Plattform braucht frisches Geld. Cluno-Chef Nico Polleti hat deshalb jetzt sein Unternehmen mit zwei weiteren Krediten in Höhe von insgesamt 80 Millionen Euro beliehen. Laut einer aktuellen Pressemitteilung wurden dafür so genannte Asset-Backed-Finanzierungen – unter anderem mit der BMW-Bank – abgeschlossen.

Ziel der Geldbeschaffung sei es, „den steigenden Bedarf an Fahrzeugen zu decken und Clunos Marktposition zu festigen“. Die ist allerdings unklar: Auch auf erneute Anfrage nannte das Unternehmen keinerlei Zahlen, die dokumentieren, wie sich das Geschäft des Startups entwickelt. Nach wie vor ist über die Zahl der bisher verkauften Fahrzeug-Abos nichts bekannt – die Plattform existiert bereits seit 2016.

Auch hüllt sich Cluno bislang zur Anzahl der angeschlossenen Händler, von denen das Unternehmen die Fahrzeuge bezieht, in Schweigen. Auffällig ist allerdings, dass die Mehrzahl der angebotenen Modelle auf der Abo-Plattform derzeit eine Lieferfrist von 1 bis 4 Monaten haben – also offenbar nicht im Lager eines Partnerhändlers stehen. Nur 13 der aktuell 77 angebotenen Modelle (davon 21 Modell-Varianten) ist „innerhalb von zwei Wochen verfügbar“.

Auf der Plattform kann man Fahrzeuge von derzeit 16 Fabrikaten (Schwerpunkt: BMW und PSA) zu „Alles-außer-Tanken“-Raten zwischen 260 und 2.200 Euro im Monat mieten. Die Mindestmietdauer beträgt sechs Monate. Neukunden zahlen 300 Euro Startgebühr, die Fahrzeuganlieferung kostet 150 Euro.

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Über den Autor

 Jens Rehberg

Jens Rehberg

stellv. Chefredakteur und Ressortleiter Newsdesk bei der Vogel Communications Group