Coupés in Genf: 20 historische Höhepunkte

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Die Plätze 15 bis 11

Platz 15: Jaguar XK 120 Coupé von 1951. Für eine exportorientierte Nobelmarke wie Jaguar bot der weltläufige Genfer Automobilsalon eine bessere Bühne als die damals bereits leicht angestaubt wirkende London Motor Show. Schließlich sollte das XK 120 Fixed Head Coupé die Reichen und Schönen rund um den Globus begeistern. Dies mit Stil, Speed (der offene XK 120 trug bereits den Titel des schnellsten Sportwagens der Welt) und exorbitanten Preisen. 19.000 Mark kostete der Zweitürer, vergleichbar mit dem staatstragenden „Adenauer-Mercedes“ vom Typ 300. Dennoch begeisterten sich in drei Jahren rund 2.700 Käufer für den Ahnherren aller modernen Jaguar Coupés, der den Beinamen Businessman-Express erhielt. Reiche Geschäftsleute sollten mit dem 210 km/h schnellen Reihensechszylinder schneller ans Ziel kommen als per Zug oder Flug – so jedenfalls der Anspruch.

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Platz 14: Toyota 2000 GT Liftback, 1976

Er trug einen großen Namen, dem er zumindest hinsichtlich des Absatzerfolges Ehre machte. Der Toyota 2000 GT erinnerte an den gleichnamigen legendären ersten japanischen Supersportwagen, basierte jedoch auf dem Großseriencoupé Celica. Mit sieben Zentimeter größerem Radstand für mehr Beinfreiheit im Fond und praktischer Heckklappe im Stil eines Kombicoupés gab sich der Liftback nicht nur viel familienfreundlicher, das langgestreckte Fließheck wirkte auch deutlich dynamischer. Dazu erinnerten die markanten Dreikammer-Rückleuchten an legendäre amerikanische Pony-Cars der Hot-Hatch-Fraktion mit vielen Muskeln unter der Motorhaube. Auch in dieser Hinsicht hatte der Liftback mehr zu bieten als die Basis-Celica. Mit 89 kW/120 PS Leistung konnte der Familiensportler zumindest fast allen Vierzylinder-Konkurrenten auf Straße und Strecke die Rückleuchten zeigen.

Platz 13: Alfa Romeo Montreal, 1970

Traumkleid von Marcello Gandini und Technik aus dem legendären Motorsport-Prototypen Tipo 33. So sorgte der Alfa Romeo Montreal für Furore als spektakulärer Frontmotor-Supersportwagen im Mittelmotordesign. Der Name Montreal erinnerte an den ersten Auftritt des Coupé-Prototypen auf der Weltausstellung in Kanada. Aber auch in Genf galt der Alfa in Serienversion als kleines Weltwunder. Schließlich meldete sich die Mailänder Marke mit dem Montreal zurück im Club der Supersportler.

Der 147 kW/200 PS leistende 2,6-Liter-V8 machte den Sportwagen zum Herausforderer von Ferrari Dino und Maserati Merak, denen er auch in der Preisgestaltung Paroli bot. Erst zwei Jahre nach dem 1975 erfolgten Produktionsende fand der letzte Montreal einen Liebhaber. Ein Schicksal, das der 2013 in Genf gezeigte Mittelmotorsportler Alfa Romeo 4C dereinst hoffentlich nicht teilen wird.

Platz 12: BMW 6er von 1976

Er ist der Prototyp des perfekten BMW Coupés. Eine zeitlos elegante, zweitürige Hardtoplimousine, gezeichnet vom genialen Paul Bracq, der zuvor bereits Mercedes Coupés in Form gebracht hatte. Front und Heck des 6ers nahmen die Linien des ersten 7ers vorweg, das Cockpit war BMW-typisch auf den Fahrer ausgerichtet und die „Check-Control“ informierte bereits elektronisch über alle wichtigen technischen Funktionen. Was 1976 bei BMW Alltag war, wurde von anderen Marken als Futurismus bewertet und erst wesentlich später eingeführt. Tatsächlich schaffte es der BMW 6er als rassiges Reisecoupé mit Reihensechszylinder bis ins automobile Methusalem-Alter von 13 Produktionsjahren, ehe der 8er die Wachablösung übernahm.

Platz 11: Aston Martin DB7 von 1994

Der Premierenplatz für das neue Sportcoupé schien perfekt gewählt. Schließlich stand der DB7 für einen völligen Neuanfang in der Geschichte des aristokratischen Sportwagenbauers, der soeben unter das Dach von Ford geschlüpft war. Neben den großen V8 wollte Aston Martin nun einen erschwinglicheren Sechszylinder erstmals global vermarkten und präsentierte diesen deshalb nicht in London, sondern auf dem internationalen Parkett von Genf. Der DB7 verpackte in einem Designentwurf des Schotten Ian Callum dynamisches Fahrvergnügen auf die feine englische Art. Für standesgemäßen Vortrieb in dem 2+2-Sitzer sorgte eine 250 kW/340 PS starke 3,2-Liter-Machine mit Eaton-Kompressor. Insgesamt war das Package aus Power and Style so verführerisch, dass der DB7 einer Gesamtproduktion von über 7.000 Einheiten erreichte und zum bis dahin meistgebauten Aston Martin avancierte.

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