Coupés in Genf: 20 historische Höhepunkte

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Die Plätze 5 bis 1

Platz 5: Audi quattro von 1980. Er war nicht das erste Audi Coupé und er war nicht das erste Coupé mit Allradantrieb und dennoch gelang es dem Audi quattro in Genf Geschichte zu schreiben. Denn hier in der allradaffinen Schweiz begann Audi mit dem quattro den Gipfelsturm ins automobile Oberhaus. Als erstes Coupé mit permanentem Allradantrieb ging der Audi in Großserie und verlieh so dem damals international eingesetzten Werbespruch „Vorsprung durch Technik” Glaubwürdigkeit. Der eher unaufgeregt gezeichnete Zweitürer sorgte aber noch für ganz andere Emotionen mit starkem Turbo und früher Vierventil-Technik. Den Zenit bildete ab 1984 der Sport quattro mit straßentauglichen 224 kW/304 PS oder damals unglaublichen 441 kW/600 PS für die Erstürmung des legendären Pikes-Peak-Bergrennens.

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Platz 4: Peugeot 504 Coupé von 1969

Bei diesem Peugeot Coupé konnte Pininfarina einmal mehr seine Träume verwirklichen. Klare Linien in mediterraner Leichtigkeit und ewig währende Eleganz kennzeichnen den bei der italienischen Carrozzeria in Großserie gebauten französischen Zweitürer. Der Peugeot war potentieller Gewinner aller Grand Prix d' Elégance, egal ob auf Automobilsalons oder Pariser Boulevards. Auf seinem Heimatmarkt sorgte der Peugeot nach fünfjähriger Produktionszeit noch einmal für nationales Aufsehen, wie sonst nur die Techniksymbole Concorde und TGV. Optional war das 504 Coupé nun mit einem V6-Triebwerk erhältlich, dem ersten neu konstruierten Sechszylinder aus französischer Produktion seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Jetzt konnte der Peugeot auch gegen die deutschen Prestige-Coupés antreten, zunächst als V6-Sauger, später sogar als Einspritzer.

Platz 3: Mercedes CLS von 2004

Angekündigt worden war der spektakuläre Viertürer mit flacher Dachlinie bereits auf der vorausgehenden IAA, Serienstar wurde die eleganteste deutsche Oberklasse aber erst am Genfer See. Der Erfolg des CLS übertraf alle Erwartungen, in den deutschen Zulassungscharts konnte das viertürige Coupé sogar die klassische S-Klasse klar auf Distanz halten. Die nach hinten abfallende Dachlinie, die schmalen Fenster sowie die Silhouette eines Coupés verdankte der neue Stuttgarter Stern dem amerikanischen Designer Michael Fink. Mehr noch: Fink gelang die Wiederbelebung eines vergessenen Segments. Schließlich wurde die Nische einst durch den Rover P5 begründet und später vor allem durch japanische Hardtop-Viertürer wie zuletzt den Nissan Cefiro ausgefüllt. Nun war es der Mercedes CLS, der einen neuen Trend setzte und Autos wie Audi A5 und A7, aber auch VW Passat CC und Aston Martin Rapide folgen ließ. Welches sportliche Potential der CLS besaß, bewies Tuner Brabus eindrucksvoll. Seine Rocket V12 beschleunigte im italienischen Nardò auf Tempo 365 – Weltrekord für Viertürer.

Platz 2: Maserati Mistral (Serientyp) von 1964

Heute steht der Mistral im Schatten seines Nachfolgers Ghibli. Vor einem halben Jahrhundert aber erschütterte das von Pietro Frua entworfene Coupé die gesamte Sportwagenwelt wie ein gewaltiges Erdbeben. Dies nicht, weil der Mistral als letzter Maserati von einem Reihensechszylinder auf Vmax gebracht wurde und auch nicht, weil er als erstes Modell der Modeneser Marke mit dem klangvollen Namen eines kräftigen Windes ausgestattet wurde. Vielmehr zeigte sich der anfangs noch schlicht 3500 GT 2posti genannte Mistral in einem revolutionärem Design mit unwiderstehlich langer Fastbacklinie und großer gläserner Heckklappe. Eine vollendete Formgebung, die nach Meinung vieler Kritiker die Hecktür des Rivalen Jaguar E-Type an Grazie weit übertraf. So konnte Pietro Frua seinen Designentwurf gleich mehrfach verwerten, etwa beim AC 428 oder Monteverdi High Speed. Ein Riesenerfolg wurde aber allein der Mistral.

Platz 1: Opel Diplomat V8 Coupé von 1965

Ein repräsentativer Rüsselsheimer macht das Rennen! Was heute überraschen mag, war vor 50 Jahren noch die Regel: Opel fuhr ganz vorn in der Oberklasse. Gegen das Modell-Trio Kapitän, Admiral und Diplomat schienen sogar die süddeutschen Prestigemodelle oft chancenlos. Besonders der erste Diplomat wurde seinem Werbespruch als „Star der starken Wagen gerecht“. Die Krönung folgte auf dem Genfer Salon durch ein exklusives Hardtop-Coupé. Der Karossier Karmann präsentierte einen eleganten Zweitürer mit fast endlos langer Motorhaube und riesigem Kofferraum. Mit 169 kW/230 PS entwickelnder-V8-Maschine von Chevrolet bot das Coupé fast so viel Leistung wie der staatstragende Mercedes-Benz 600. Schnell war der Opel obendrein: 206 km/h Vmax erreichte kein anderes Luxuscoupé und abgesehen vom Maserati Quattroporte auch keine Limousine. Vor allem aber stand das Diplomat Coupé am Anfang einer bis heute fortgesetzten Serie schneller und schöner Opel-Coupés.

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