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Cupra startet mit weltweit erstem eigenständigen Showroom

Autor: Andreas Grimm

Bislang war Cupra ein Ableger von Seat und Untermieter bei zahlreichen Seat-Händlern. Nun emanzipiert sich die sportliche Submarke ein Stück weit und sorgt mit einem eigenen Flagship-Store für Aufmerksamkeit. Perspektivisch könnte das Konzept auch in Deutschland kommen.

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In Mexiko-Stadt hat der weltweit erste Flagship-Store von Cupra eröffnet.
In Mexiko-Stadt hat der weltweit erste Flagship-Store von Cupra eröffnet.
(Bild: Seat)

Der Seat-Ableger Cupra geht einen weiteren Schritt in Richtung Eigenständigkeit. Präsentierte sich die Submarke bislang nur als „Untermieter“ in speziell gestalteten Bereichen in den Seat-Autohäusern, gibt es nun erstmals einen reinen Cupra-Showroom. In Mexico-Stadt hat der Hersteller einen Cupra-Flagship-Store eröffnet.

Für Cupra-Vorstandschef Wayne Griffiths ist der Vorzeigebetrieb „ein wichtiger Schritt in der Entwicklung unserer Marke“. Entstanden ist laut einer Pressemitteilung in Colonia Roma, einem schicken Stadtteil der mexikanischen Hauptstadt, ein 300 Quadratmeter großer Showroom, in dem bis zu 6 Fahrzeuge Platz finden. Perspektivisch soll das Konzept auch hierzulande umgesetzt werden. Es würden „noch weitere Cupra Flagship-Stores in zentralen Ländern entstehen, natürlich auch in Deutschland“, erklärte Seat Deutschland auf Anfrage von »kfz-betrieb«.

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Der Showroom ist im Inneren offen gehalten, die Optik nimmt zahlreiche Elemente der ersten Präsentation der Marke auf dem Genfer Salon 2018 auf (siehe Bildergalerie). Auch nach außen gibt sich die Marke offen, der direkte Zugang zur Straße soll bei Probefahrten und der Auslieferung von Neuwagen den Kunden und das Auto schnell zueinander bringen. Um die Interessenten kümmern sich gleich vier Cupra-Master, das sind speziell ausgebildete Verkäufer, und ein Vertriebsleiter.

Dass der Cupra-Store ausgerechnet in Mexiko eröffnete, erläutert Griffiths mit der Beliebtheit der Seat-Performancemodelle in dem Land. Dort sei im vergangenen Jahr einer von drei verkauften Leon ein Cupra-Modell gewesen, „in keinem anderen Land der Welt ist dieser Anteil höher“. Mit der nun erfolgten Einführung des Cupra Ateca soll sich der Verkaufserfolg noch weiter steigern.

Noch hat Cupra keine echten Eigenentwicklungen im Angebot, was sich aber ändern soll. Auf der IAA 2019 hatte Seat die Studie Tavascan enthüllt, ein rein elektisch angetriebenes Modell. Mithilfe von Virtual Reality können Besucher des Flagship-Stores sogar die Konzeptstudie Tavascan erleben und erkunden. Dazu können die Interessenten an einem 85-Zoll-Bildschirm ihr Wunschauto konfigurieren. Real sind dagegen die Hilfsmittel für die Wahl des Interieurs. Dafür stehen im Flagship-Store ganz klassisch Materialmuster bereit.

Interessanterweise ist Seat in dem Showroom übrigens nur Untermieter, eine Seat Corner verweist auf die Modelle der Muttermarke. Daneben gibt es einen Racing-Bereich mit einer Auswahl an Rennprodukten und -zubehör. Außerdem ist der Rennwagen Cupra TCR zu sehen.

Cupra schreibt weiter Erfolgsgeschichte

Weltweit verkauft sich Cupra sehr gut: Seit Jahresstart hat der Hersteller 20.600 Neuwagen ausgeliefert, das ist ein Plus von 78,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Allein in Deutschland hat Seat nach eigenen Angaben bislang gut 8.700 Fahrzeuge der Performancemarke abgesetzt. Es ist das beste Ergebnis für einen Einzelmarkt in Europa.

Zur Stärkung seiner Marktposition soll das Vertriebsnetz mit derzeit 243 Cupra-Corners ausgebaut werden, in denen derzeit gut 240 Cupra-Master die Kunden beraten. In Mexiko beispielsweise sollen neben dem Flagship-Store noch sechs Cupra-Corners „bei ausgewählten Seat-Händlern“ installiert werden.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«