243049,253311,240896 Daihatsu-Händlerverband: „Jede Menge Baustellen“
Dutzende Partner haben 2009 ihren Vertrag abgegeben. Die verbliebenen Händler sind auf ihren Importeur nach wie vor nicht gut zu sprechen. Vor allem das Thema JVP liegt ihnen schwer im Magen.
Obwohl das Management von Daihatsu Deutschland Ende letzten Jahres Besserung gelobt hat und den Händlern entgegengekommen ist, ist die Stimmung unter den Daihatsu-Partnern angespannt. „Die Müdigkeit der Händler in Bezug auf die Marke Daihatsu ist riesengroß“, fasste Udo Auchter, Vorsitzender des Verbands der Daihatsu-Vertragspartner, die Mitgliederversammlung am vergangenen Samstag im sauerländischen Willingen zusammen. Es gebe „jede Menge Baustellen“. Die Kommunikation zwischen Importeur und Vertragspartnern laufe nach wie vor unbefriedigend.
Vor allem aber schlägt laut Auchter die sehr kurzfristig vereinbarte JVP auf die Stimmung. „Die Ziele waren praktisch nicht verhandelbar“, so der Verbands-Chef im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«.
Branchenrechtsexperte Jens Bleutge warnte die Händler davor, Jahresvorausplanungen voreilig zu unterschreiben. Neue Verbindlichkeiten wie Abnahme- und Vorführwagen-Verpflichtungen könnten nicht erpresst werden. Der Händler solle seinen Verhandlungsspielraum ausschöpfen und im Zweifel den Weg über die Schiedskommission wählen. Bei importeursseitig zu spät eingereichten JVP solle darüber hinaus die Möglichkeit eines Schadensersatzanspruches geprüft werden.
Werbeaktivitäten teilweise eingestellt
Thematisiert wurde zudem die Abmahnwelle der deutschen Umwelthilfe gegen angeblich unzureichende Fahrzeugauszeichnungen und Werbeanzeigen. Der Verband kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der Importeur keine rechtlich einwandfreien Formblätter zur Preisausschilderung zur Verfügung stelle. Dasselbe gelte für Anzeigenvorlagen. Einige Partner erwägten deshalb, bis auf weiteres jegliche Werbetätigkeit einzustellen.
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