Daimler: Källenius bekräftigt Technologieoffenheit

Autor / Redakteur: dpa / Christoph Seyerlein

Aufgrund äußerst heterogener Märkte will Daimler-Chef Ola Källenius „sowohl verbrennerbasierte als auch vollelektrische Fahrzeuge auf dem gleichen Band laufen lassen“. Wachstumschancen für den Autobauer sieht er dabei vor allem in einer Region.

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Der künftige Daimler-Chef Ola Källenius will sich nicht auf eine Antriebstechnologie für die Zukunft festlegen.
Der künftige Daimler-Chef Ola Källenius will sich nicht auf eine Antriebstechnologie für die Zukunft festlegen.
(Bild: Daimler)

Daimler will sich bei seiner künftigen Produktion nicht auf bestimmte Antriebsarten festlegen. Die Werke werden „durch eine intelligente Architektur so konstruiert, dass man sowohl verbrennerbasierte als auch vollelektrische Fahrzeuge auf dem gleichen Band laufen lassen kann“, sagte Konzernchef Ola Källenius der „Börsen-Zeitung“. Die Heterogenität der Märkte sei so groß, „dass wir uns Flexibilität in der Transformation bewahren müssen“.

Um die „enorme Kostenherausforderung“ zu stemmen, hat er ein umfangreiches Sparprogramm aufgelegt, das nicht nur personelle Einschnitte vorsieht. Zwar schätzten viele Kunden den „Maßanzug am Mercedes“. Man werde sich aber Gedanken über Möglichkeiten der Komplexitätsreduktion auch bei der Ausstattung neuer Produkte machen.

Unkomplizierter findet Källenius die engere Verbindung der Stuttgarter zu China auf der Absatz- und der Investorenseite. Er sehe dort kein Klumpenrisiko. „Es wäre irrational, wenn wir nicht versuchen würden, dieses Markt- und Technologiepotenzial für uns zu erschließen.“

Trotz Unruhen in Hongkong: Daimler setzt weiter voll auf China

Generell wird China auch in der näheren Zukunft für Daimler eine herausragende Bedeutung haben. Daran ändern auch die Unruhen in Hongkong nichts, wie Källenius betonte. „Ich sage es ganz deutlich: Dieser Markt sichert Arbeitsplätze in Deutschland“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

China sei für Daimlers Pkw-Geschäft mit Abstand der größte Markt – „und bleibt der größte Wachstumsmarkt in den nächsten zehn Jahren“, zitiert ihn die Zeitung weiter. Er hoffe auf eine baldige Deeskalation in Hongkong und weist darauf hin, dass in allen Daimler-Werken „weltweit die gleichen Standards für unsere Arbeit und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ gelten.

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