Daimler-Niederlassung Ostsee geht an Süverkrüp

Autor: Udo Schwickal

Süverkrüp Automobile in Kiel übernimmt die Mercedes-Niederlassung mit drei Standorten in Kiel, Bad Oldesloe und Mölln.

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(Foto: Wehner)

Der Daimler-Konzern hat einen weiteren deutschen Mercedes-Benz-Betrieb verkauft. Die drei Standorte Kiel, Bad Oldesloe und Mölln der Niederlassung Ostsee mit insgesamt 220 Mitarbeitern gehen an die Süverkrüp Automobile in Kiel. Damit verfügt die Firma zukünftig über elf Mercedes-Benz-Betriebe. Eine Unternehmenssprecherin der Daimler AG bestätigte den Vertragsabschluss: „Damit wird ein renommierter, sehr erfahrener und vor allem langjähriger Mercedes-Benz-Partner das Geschäft für die Marke an diesen Standorten fortführen.“

Die Niederlassung Ostsee hat 2014 insgesamt 3.135 Fahrzeuge inklusive Transporter und Lkw verkauft. Die Süverkrüp-Gruppe umfasst die Vertriebsgesellschaften Autohaus Süverkrüp mit den Marken Renault, Citroën und Dacia sowie die Firma Süverkrüp & Ahrendt mit sechs Standorten für Mercedes-Benz Pkw, Lkw sowie Transporter. Den Zuschlag für die drei Standorte der Mercedes-Niederlassung Ostsee hat die Süverkrüp Automobile erhalten, die bislang in Kiel zwei Vertragswerkstätten mit 120 Mitarbeitern betrieben hat. Der Standort Lübeck bleibt weiterhin beim Daimler-Konzern. „Mit der Übernahme der drei Standorte der Niederlassung Ostsee sind wir im wettbewerbsintensiven Automobilmarkt für die Zukunft gut gerüstet", erklärte Geschäftsführer Fritz Süverkrüp auf Nachfrage. Sein Unternehmen ist in der Region Kiel nunmehr der einzige Mercedes-Benz-Partner

Insgesamt arbeiten in der Süverkrüp-Gruppe nach der Übernahme 650 Mitarbeiter für die Marke Mercedes-Benz. Zukünftig will das Unternehmen jährlich rund 2.000 Mercedes-Benz-Neufahrzeuge (Pkw, Lkw, Transporter) sowie 3.500 Gebrauchtwagen verkaufen.

Neben dem Verkauf der Niederlassung Ostsee hat Mercedes jetzt auch den Verkauf der Niederlassung Braunschweig bestätigt (wir berichteten). Die Standorte Braunschweig, Helmstedt, Wolfsburg, Seesen, Goslar und Peine gehen an die Rosier-Gruppe in Menden. Das von Heinrich Rosier und Marc Heinen bereits in der dritten Generation geführte Unternehmen zählt zu den großen Automobilhandelsgruppen Deutschlands: Mit aktuell rund 730 Mitarbeitern verkaufte Rosier in Menden 2014 rund 10.000 Fahrzeuge und erwirtschaftete einen Gesamtumsatz von fast 360 Millionen Euro.

Für Heinrich Rosier, den geschäftsführenden Gesellschafter der Gruppe, ist der Zukauf der Niederlassung Braunschweig eine Investition in die Zukunft des Unternehmens: „Der Automobilvertrieb unterliegt einem immer größeren Konzentrationsprozess“, so Rosier. „Mit der Übernahme stärken wir daher langfristig unsere Position in der Branche und sichern Arbeitsplätze.“

Durch die Neuausrichtung des Mercedes-Benz-Vertriebs erhalten 63 der 158 konzerneigenen Betriebe einen neuen Besitzer. Nach den beiden genannten Vertragsabschlüssen stehen nun noch sechs Standorte zum Verkauf.

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