Daimler-Rückrufe: Mercedes tauscht Lenkung und Stoßdämpfer

Hersteller nennt keine Stückzahlen

| Autor: Niko Ganzer

Mercedes ruft mehrere Modelle zurück, darunter den CLS.
Mercedes ruft mehrere Modelle zurück, darunter den CLS. (Bild: Daimler)

Bei einer unbekannten Anzahl von Mercedes-Modellen der C-, CLS- und E-Klasse mit Heckantrieb steht ein vierstündiger Tausch der Lenkanlage an. Ursache ist eine möglicherweise vorgeschädigte Sicherungsmutter am Lenkgetriebe. Diese kann brechen und in der Folge zu einer Blockierung des Lenkgetriebes führen.

Wie ein Daimler-Sprecher auf Anfrage erklärte, besteht die Gefahr „bei Einwirkung sehr hoher seitlicher Kräfte auf die Lenkung – wie sie zum Beispiel bei Kontakt mit dem Bordstein beim Rangieren oder Parkvorgängen auftreten können“. Die betroffenen Baureihen 205, 213 und 257 liefen zwischen Dezember 2017 und Oktober 2018 vom Band. „Darüber hinaus ist eine geringe Anzahl von Fahrzeugen dieser Baureihen mit früherem Produktionsdatum betroffen, in die im Zuge einer Reparatur eine potenziell betroffene Lenkung eingebaut wurde“, so der Sprecher.

A-Klasse droht Bremsflüssigkeitsverlust

Außerdem ruft der Konzern Fahrzeuge der A-Klasse (BR 177) mit Mehrlenker-Hinterachse aus dem Produktionszeitraum März bis November 2018 zurück. Problem ist hier ein möglicher Bremsflüssigkeitsverlust. Weil zu lange Stoßdämpfer verbaut wurden, könnte die Hinterachse weiter ausfedern als vorgesehen. „Dadurch könnten in Fahrsituationen mit starker Ausfederung der Hinterachse, zum Beispiel bei einer Fahrt über Bordsteinkanten, die Bremsschläuche an der Hinterachse auf Zug beansprucht werden und sich in Folge deren Verschraubung am Bremssattel lockern“, erklärte der Sprecher.

Der vorgesehene Werkstattaufenthalt kann wie beim ersten Rückruf bis zu vier Stunden dauern, nämlich dann, wenn die Mechaniker bei der Prüfung falsche Stoßdämpfer an der Hinterachse entdecken. Dann tauschen sie diese samt Bremsschläuchen aus.

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