Brennstoffzelle Daimler und Volvo entwickeln gemeinsam Wasserstoff-Lkw

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Im Gütertransport sehen viele die Zukunft der Brennstoffzelle. Um die Kräfte zu bündeln, schließen Volvo und Daimler die Kompetenzen in einem Joint-Venture zusammen. Ab Mitte des Jahrzehnts sollen die ersten schweren Brennstoffzellen-Brummis rollen.

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Mercedes hat bereits erste Erfolge in der Brennstoffzellen-Technik für Lkw erzielt.
Mercedes hat bereits erste Erfolge in der Brennstoffzellen-Technik für Lkw erzielt.
(Bild: Daimler Truck)

Daimler und der schwedische Lkw-Hersteller Volvo arbeiten künftig in einer gemeinsamen Firma an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für schwere Lastwagen. Das im vergangenen Jahr angekündigte Unternehmen, das künftig Cellcentric heißen soll, wurde am Montag gegründet, wie Daimler Truck und die Volvo Group mitteilten.

Volvo hat dazu für rund 600 Millionen Euro 50 Prozent der Anteile an der bestehenden Firma Daimler Truck Fuel Cell gekauft, in der der Stuttgarter Lastwagenbauer zuvor schon alle seine Brennstoffzellen-Aktivitäten zusammengeführt hatte.

Zusammen wollen Daimler und Volvo Brennstoffzellensysteme entwickeln, die in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts in Serie gehen können. Der Fokus liegt auf dem Einsatz in schweren Lkw, zusätzlich sollen die Systeme auch für andere Anwendungen angeboten werden. Ein zentrales Ziel von Daimler und Volvo ist die Kundenerprobung von Brennstoffzellen-Lastwagen in etwa drei Jahren.

Die Volvo Group und die Daimler Truck AG hatten im November 2020 eine verbindliche Vereinbarung zur Gründung des Joint-Ventures geschlossen. Eine vorläufige, nicht bindende Vereinbarung wurde bereits im April 2020 unterzeichnet. In allen anderen Bereichen blieben die Unternehmen Konkurrenten, hieß es.

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