Verunfallte BEV Neuer TÜV-Leitfaden zur Batteriebewertung

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

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Nach einem Unfall sind Beschädigungen an Hochvoltbatterien nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen – doch die Gefahren sind real. Der TÜV-Verband hat einen Leitfaden zur Schadensbeurteilung veröffentlicht.

Auch bei verunfallten Fahrzeugen, bei denen das 12-Volt-System nicht mehr funktioniert, lässt sich die Hochvoltbatterie über ihren eigenen Diagnoseanschluss auslesen.(Bild:  Rosenow – VCG)
Auch bei verunfallten Fahrzeugen, bei denen das 12-Volt-System nicht mehr funktioniert, lässt sich die Hochvoltbatterie über ihren eigenen Diagnoseanschluss auslesen.
(Bild: Rosenow – VCG)

Mit der wachsenden Zahl von Elektrofahrzeugen steigt auch die Relevanz eines systematischen Umgangs mit verunfallten Hochvoltbatterien. Der TÜV-Verband hat zu diesem Zweck ein Whitepaper veröffentlicht, das Sachverständigen konkrete Handlungshilfen zur Bewertung beschädigter Antriebsbatterien bietet.

Robin Zalwert, Referent für nachhaltige Mobilität beim TÜV-Verband: „Nach einem Unfall können beschädigte Antriebsbatterien Brände, Stromschläge oder Leckagen mit giftigen Chemikalien auslösen." Um solche Risiken zu minimieren, legt der Leitfaden seinen Schwerpunkt auf die sicherheitstechnische Bewertung. Sachverständige müssen über die Erfassung sichtbarer Schäden hinaus auch verborgene Gefahren wie interne Kurzschlüsse oder thermische Instabilität erkennen. Zur Identifikation nicht erkennbarer Mängel empfiehlt der Leitfaden spezialisierte Prüfverfahren wie Messungen des Isolationswiderstands, thermografische Analysen sowie die Auswertung von Fahrzeugdaten.

Neben der Sicherheit spielen auch wirtschaftliche Faktoren eine wesentliche Rolle. Die Instandsetzung einzelner Module ist häufig deutlich kostengünstiger als ein Gesamtaustausch. Entscheidend sind der Gesundheitszustand der Batterie (State of Health) sowie der aktuelle Fahrzeugwert. Zudem sprechen Nachhaltigkeitsaspekte für eine Reparatur; sie spart Rohstoffe und reduziert Abfallaufkommen gegenüber einer Neufertigung.

Der Verband unterstreicht die Bedeutung klarer Herstellervorgaben und einheitlicher Standards für eine sichere Bewertung und Instandhaltung. Das Whitepaper „Bewertung verunfallter Hochvoltbatterien in Elektrofahrzeugen" steht auf der Website des TÜV-Verbandes zur Verfügung.

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