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Das neue Servicecenter der Krüll-Gruppe setzt Maßstäbe

Autor: Jan Rosenow

Mit dem Werkstattneubau in Hamburg hat die Krüll-Gruppe ihr Werkstattgeschäft zukunftsfähig aufgestellt. Es gibt sogar einen im Kfz-Gewerbe bislang einzigartigen Karosserie-Arbeitsplatz

Heller Boden, viel Platz und moderne Ausstattung: So macht Schrauben Spaß.
Heller Boden, viel Platz und moderne Ausstattung: So macht Schrauben Spaß.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

In Hamburg-Altona wird derzeit viel gebaut: Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entstand ein neues Wohnquartier, die Holsten-Brauerei zieht um und gibt ihr Gelände ebenfalls zur Bebauung frei, und mit der Verlegung des Bahnhofs steht eine weitere Baumaßnahme von Stuttgart-21-Ausmaßen noch bevor. Da wollte die ortsansässige Krüll-Gruppe, ein Mehrmarkenhändler mit Schwerpunkt Ford, nicht nachstehen und gab ihrem Hauptstandort in der Ruhrstraße 63 ein vollkommen neues Aussehen.

Neben der Umgestaltung des Showrooms nach dem Ford-Store-Konzept war der Neubau der Werkstatt die wichtigste Investition. Das war auch bitter nötig, den bislang schraubte das Servicepersonal in einer Halle aus dem Jahr 1923 – mit charmanter Industriearchitektur, aber überaltert und vollkommen ungeeignet für die Anforderungen des modernen Kfz-Service.

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Filialleiter Hanno Hexel ist der Stolz auf den Neubau, der in den letzten beiden Jahren einen großen Teil seiner Arbeitszeit verschlungen hat, durchaus anzusehen. Dabei betont er besonders, welch großen Motivationsschub das für sein Werkstattteam bedeutet. Denn angesichts der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt müsse „man seinen Mitarbeitern etwas bieten“. Die Mitarbeiter konnten sogar bereits in der Planungsphase mitreden.

Kein Wunder, dass in der neuen Werkstatt Bedingungen herrschen, die sich wohl jeder Mechatroniker wünscht. Das generöse Platzangebot in den Hallen, die gute Beleuchtung und die hochwertige Werkstattausrüstung aus dem Hause Maha machen die Arbeit zur Freude. Hinzu kommen die komfortablen Sozialräume, zu denen sogar eine Dachterrasse gehört.

Neben den besseren Arbeitsbedingungen wollte das Krüll-Management aber vor allem effizientere Werkstattprozesse umsetzen und den Betrieb mit dem neuesten Stand der Reparaturverfahren und Werkstattausrüstung zukunftsfähig aufstellen. Das Gebäude dient nämlich nicht nur als lokale Werkstatt für den Standort Ruhrstraße, sondern auch als „Reparaturfabrik“ für die gesamte Gruppe, wenn es um Karosseriereparaturen oder die Wartung von E-Autos geht.

Bauarbeiten gehen auch 2020 weiter

Das Gebäude ist sauber in Funktionsbereiche getrennt. Neben der geräumigen Annahmehalle gibt es getrennte Pkw- und Transporter-Werkstätten sowie einen Karosseriebau. Highlight dort: Als nach Unternehmensangaben erster Autohändler in Deutschland hat Krüll zwei „Cameleon“-Arbeitsplätze von Sehon installiert, an denen sich sämtliche modernen Karosseriewerkstoffe wie hoch- und höchstfeste Stähle, Aluminium und Carbon bearbeiten lassen. Das ist wichtig, da Krüll an der Schadensteuerung der Versicherungen teilnimmt und Fahrzeuge aller Marken in die Werkstatt bekommt.

Die Baumaßnahmen der Krüll-Gruppe am Standort Ruhrstraße sind damit noch nicht abgeschlossen. Eine neue Halle für die Aufbereitung sowie eine Prüfstraße (betrieben vom TÜV Nord) sollen 2020 noch entstehen.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group