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Deutsche Autobauer mit starkem US-Geschäft im November

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

In den USA haben die Autobauer die „Black Friday“-Rabattaktionen genutzt, um ihre Verkaufszahlen zu steigern. Viele Marken verbuchten ein deutliches Plus. Die deutschen Autobauer legten alle mindestens 9 Prozent zu.

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(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Nach zwei schwächeren Monaten hat Volkswagen beim Absatz in den USA wieder kräftig zugelegt. Im von der „Black-Friday“- Rabattschlacht geprägten November verkauften die Wolfsburger 29.218 Neuwagen mit VW -Logo und damit 9,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Grund war der reißende Absatz von SUVs mit einem Plus von 30 Prozent.

Bei den in den USA beliebten Stadtgeländewagen hatte VW mit dem frischen Modell vom Tiguan und dem neuen Atlas eine Offensive gestartet. Beim volumenstärksten US-Modell Jetta und beim Passat sanken die Verkäufe hingegen. In der bisherigen Jahresbilanz steht VW mit 4,2 Prozent im Plus und ist auf Kurs, erstmals wieder mehr Autos in den USA loszuwerden als vor dem 2015 aufgeflogenen Abgas-Skandal.

Auch der Sportwagenbauer Porsche profitierte von seinen SUV-Modellen. Die Volkswagen-Tochter erhöhte den US-Absatz im November um 11,5 Prozent auf 6.326 Autos. Vor allem das neue Modell vom Cayenne und der aufgefrischte Kompakt-SUV Macan fanden Anklang bei der US-Kundschaft. Vom 911er und dem Panamera verkaufte Porsche dagegen weniger Einheiten.

Noch erfolgreicher zeigte sich die Marke Audi. So legte der Premium-Autobauer, der zum Volkswagen-Konzern gehört, im November um gut ein Fünftel bei den Verkäufen zu. 20.618 Autos brachten die Ingolstädter an den Mann. Ein wesentlicher Teil des Wachstums machte der Kompakt-SUV Q3 aus, dessen Absatz von 700 auf knapp 2.500 Autos stieg.

Auch für die deutsche Oberklasse-Konkurrenz lief es im vergangenen Monat rund auf dem US-Markt: BMW brachte mit 31.213 Stück 10,2 Prozent mehr Fahrzeuge seiner Kernmarke auf die Straße als vor einem Jahr. Bei der Tochter Mini gab es indes Einbußen. Ihr Absatz sank um 13,1 Prozent auf 3.067 Fahrzeuge. Rivale Daimler steigerte die Mercedes-Benz-Verkäufe im November verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um deutliche 8,7 Prozent auf 33.721 Autos.

Auch insgesamt schaltete der US-Automarkt im November nach den relativ schwachen Vormonaten wieder einen Gang hoch. VW-Rivale Toyota schaffte ein starkes Absatzplus von 9,2 Prozent, Honda und Hyundai legten dank des SUV-Booms ebenfalls kräftig zu. Die Hersteller halfen allerdings stark mit Sonderangeboten und Kaufanreizen nach. Die Branche profitierte zudem von der alljährlichen Shopping-Orgie rund um den „Black Friday“ und einem Verkaufstag mehr als im Vorjahr.

Nach Schätzung des Analysehauses Cox Automotive dürften die Verkäufe branchenweit um vier Prozent verglichen mit dem Vormonat zugenommen haben. Es haben aber noch nicht alle Hersteller ihre Zahlen vorgelegt. Die monatliche Absatzstatistik hat ohnehin stark an Aussagekraft eingebüßt, da die drei US-Marktführer General Motors, Ford und Fiat Chrysler nur noch quartalsweise berichten.

(Bild: gemeinfrei / CC0 )

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