Autoindustrie „Deutsche Ideen taugen noch immer weltweit als Vorbild“

Das Gespräch führte Andreas Wehner 5 min Lesedauer

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Immer mehr Innovationen in der Autoindustrie kommen aus China. Und die chinesische Industrie nimmt weiter Fahrt auf. Capgemini-Experte Peter Fintl hält den oft gehörten Abgesang auf die westlichen Unternehmen jedoch für verfrüht und stark übertrieben.

Peter Fintl, Vice President Technology & Innovation bei Capgemini Engineering.(Bild:  Alex Schelbert / wildcard.de)
Peter Fintl, Vice President Technology & Innovation bei Capgemini Engineering.
(Bild: Alex Schelbert / wildcard.de)

Vor Kurzem ist die Auto China in Peking zu Ende gegangen. Welche Trends, die es dort zu sehen gab, prägen die chinesische Autoindustrie?

Peter Fintl: Die Auto China 2026 war eine Messe der Superlative – nie war sie größer, nie war sie vielfältiger. Und noch nie zeigte sich die chinesische Autoindustrie so stark und selbstbewusst. Die Neuheiten, die Opulenz der Fahrzeuge, die Fertigungsqualität und die Technologie waren beeindruckend. Wenn man aber hinter die Fassade schaut, zeigt sich der knallharte Wettbewerb. China verfolgt die Strategie „Up or out.“ Die Hersteller versuchen, in die gehobene Mittelklasse und Oberklasse einzusteigen, um dort neue Erlösquellen zu finden. Denn kleinere Klassen sind kaum profitabel.