Suchen
+

Die großen Autohändler 2018: Glinicke

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm

Investitionen in den Onlineshop sowie in den stationären Handel, dazu neue Fabrikate und eine Weiterentwicklung der Kundenbindung – Glinicke entwickelt sein Geschäftsmodell auf verschiedenen unternehmerischen Ebenen weiter.

In Göttingen hat die Glinicke-Gruppe zuletzt in die Marken Jaguar und Land Rover investiert.
In Göttingen hat die Glinicke-Gruppe zuletzt in die Marken Jaguar und Land Rover investiert.
(Bild: Glinicke)

Drei neue Standorte in Nordhessen (Stöber-Gruppe), zwei neue Marken im Heimatmarkt Kassel (Alfa Romeo und Jeep), der Ausbau des Standorts Erfurt um ein weiteres Fabrikat (Peugeot) und die AHT-Häuser: Das zurückliegende Jahr war für die Glinicke-Gruppe einmal mehr reich an sichtbaren Entwicklungen. Doch hinter der Fassade des „Business as usual“, sprich der Konzentration im Automobilhandel, passiert mehr als die reine Vergrößerung des Portfolios. Sicher, am Grundsatz, dass alle handelsrelevanten Veränderungen im Umkreis von 200 Kilometern um die Zentrale in Kassel für die familiengeführte Autohausgruppe potenziell interessant sind, hat sich nichts geändert. Trotzdem betrachtet Glinicke den Automarkt mit anderen Augen, probiert neue Ansätze in der Marktbearbeitung, entwickelt einen neuen Markenauftritt.

Für den Betrachter weniger sichtbar hat die Gruppe ihre innere Struktur verändert. Aus der markenübergreifend nach Regionen gegliederten Autohausgruppe ist zum 1. Januar 2018 eine Holding geworden, die in Marken und Geschäftsbereiche strukturiert ist. Das Führungspersonal ist unverändert an Bord geblieben, doch die Aufgaben sind stärker konturiert und fokussiert. Das Beispiel des Ressorts Digitalisierung, Marketing, EDV und IT illustriert diese Entwicklung. Die früheren Abteilungen mit unterstützender Funktion für andere Bereiche sind in ihren Aufgaben und Inhalten immer weiter verschmolzen und haben inzwischen eine derartige Bedeutung für das Geschäft der gesamten Gruppe, dass sie eigenständig und gleichberechtigt im Unternehmen angesiedelt sind.