Zweiradverkauf Die „weiße Flotte“ sucht neue Händler

Von Jan Rosenow

Motorroller sind nicht nur Spaßfahrzeuge, sondern werden immer häufiger auch in gewerblichen Flotten eingesetzt. Für Kfz-Betriebe bieten sich hier interessante Potenziale in Verkauf und Service.

Typischer Lieferroller der Marke Tinbot. Im gewerblichen Einsatz werden solche Fahrzeuge hart beansprucht – eine gute Betreuung im Aftermarket ist deshalb Pflicht.
Typischer Lieferroller der Marke Tinbot. Im gewerblichen Einsatz werden solche Fahrzeuge hart beansprucht – eine gute Betreuung im Aftermarket ist deshalb Pflicht.
(Bild: Rosenow – »kfz-betrieb«)

Auf dem Zweiradmarkt kommt die Elektromobilität bislang nur schleppend voran. Und doch wächst die Zahl der Hersteller elektrisch angetriebener Zweiräder und deren Modellvielfalt. Auf der Motorradmesse Intermot, die Anfang Oktober in Köln stattfand, ließen sich zwei Marktsegmente unterscheiden: Das erste bilden die Anbieter „richtiger“ Motorräder, von denen die US-amerikanische Marke Zero und die italienische Firma Energica die bekanntesten sind. Sie bieten Motorräder an, die sich optisch nicht von klassischen Verbrennerbikes unterscheiden und in erster Linie ein an Fahrspaß interessiertes Publikum ansprechen.

Weniger imageträchtig, aber wirtschaftlich deutlich relevanter ist das zweite elektrische Marktsegment: Vernunftfahrzeuge, die in erster Linie zum Pendeln oder als Liefermobil zum Einsatz kommen. Konzeptionell handelt es sich bei diesen Fahrzeugen praktisch immer um Motorroller, bislang überwiegend Kleinkrafträder, also zulassungsfreie Fahrzeuge für die Führerscheinklasse AM (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h).