Das vergangene Jahr bedeutete für viele Automodelle das Aus. Wir widmen ihnen wieder längere oder kürzere Gedenkminuten.
Im Sommer sagte der Fiat 500 nach 16 Jahren Produktionszeit Arrivederci.
(Bild: Fiat_Stellenatis)
Dachte man schon, das Jahr 2023 war mehr als herausfordernd, setzte das Jahr 2024 in vielerlei Hinsicht noch einen drauf. Nicht nur die große und kleine Politik und die Klimakrise mit ihren Auswirkungen hielten uns in Atem, auch die Autoindustrie agierte nicht immer – formulieren wir es wohlwollend – mit Fortune, geschweige denn mit Still. Ganz stilvoll nehmen wir dagegen nun Abschied von den Modellen, die uns im Laufe des Jahres verlassen haben.
Fiat – Abschied nach 16 Jahren Erfolg
Im Sommer sagte der Fiat 500 nach 16 Jahren Produktionszeit Arrivederci. Da dem Unternehmen das Geld für Neuentwicklungen fehlte, wurde das Modell über die Jahre mit vielen Sondereditionen frisch gehalten. Mit Erfolg: Weltweit wurden über 3,2 Millionen Exemplare, darunter mehr als 350.000 in Deutschland, unter anderem mit dem Versprechen „Dolce Vita“ verkauft. Doch das süße Leben neigte sich dem Ende zu. Die Kosten waren zu hoch, ihn an die seit Sommer geltenden Bestimmungen für alle Neuwagen anzupassen. Dazu zählen unter anderem, die Datensicherheit zu gewährleisten und eine erweiterte Sicherheitsausstattung mit Notfall-Spurhalteassistent, Rückfahr- und Geschwindigkeitsassistent. Zumal die Italiener mit dem elektrischen 500e eine Alternative im Programm haben.
Die Sicherheits- und Datenschutzvorschriften sowie die für Mitte 2025 anstehende Euro-7-Norm bedeuteten nicht nur für den Cinquecento das Aus, auch anderer Kleinst- und Kleinwagen sind davon betroffen. So ein weiteres Fahrzeug, das schon ein paar Produktionsjahre auf dem Buckel hatte: der Mazda 2. Der japanische Kleinwagen startete in der dritten Generation 2015, diverse Facelifts sorgten auch bei ihm für optische und technische Aktualität. Immerhin können Kunden weiterhin einen Mazda2 ordern, allerdings hat das Modell mit dem Namenszusatz Hybrid nichts mit dem ausgemusterten zu tun. Der Mazda2 Hybrid ist ein Klon des Toyota Yaris Hybrid.
Suzuki streicht gleich drei Modelle
Suzuki schob gleich drei Modelle aufs Abstellgleis. Der 3,65 Meter kurze Offroader Jimny hatte schon länger Probleme mit der Einhaltung der Abgasvorgaben und war nur noch als Zweisitzer in einer Nutzfahrzeugversion erhältlich. Der 3,70 Meter lange Ignis bot als einer der wenigen Kleinstwagen optional Allradantrieb, der 3,85 Meter lange Swift Sport brachte mit seinen 129 PS starken Turbo-Benziner sowie mit breiteren Kotflügeln, dicken Endrohren und Zierteile in Carbon-Optik etwas mehr Schwung in die Angebotspalette des Swift.
Mitsubishi – Günstig, aber nicht mehr zeitgemäß
Weder mit Allrad noch mit sportlichen Ambitionen konnte der Mitsubishi Space Star aufwarten, dafür setzte er mit günstigen Einstiegspreisen immer wieder Ausrufezeichen. Zwischendurch war der rund 3,70 Meter kurze Fünftürer für unter 8.000 Euro zu haben, aber auch regulär gehörte er mit Preisen ab rund 12.000 Euro neben dem Dacia Sandero zu den günstigsten Neuwagen in Deutschland.
Renault – Elektro oder nichts
Dazu zählte der Renault Twingo längst nicht mehr. Der französische Kleinstwagen war über die Jahre erwachsen geworden, auch was die Preise angeht. Die dritte Generation, die in Kooperation mit Smart entwickelt wurde, konnte zwar nicht den Kultstatus des ersten Twingo (1993 bis 2007 erreichen, war aber technisch das deutlich bessere Auto. Ganz verschwinden wird der Twingo von der Autobühne allerdings nicht. Renault belebt wie schon zuvor den R4 und R5 auch den Twingo – diesen vermutlich ab 2026 – als elektrisches Modell und nutzt so die Strahlkraft seiner Kultmodelle für die Transformation ins E-Zeitalter.
Dem Renault Zoe hat dagegen sein letztes Produktionsstündchen geschlagen. Der kleine Stromer, der seit 2013 den Markt für kleine E-Autos aufmischte und jahrelang die Bestsellerliste anführte, muss dem neuen R5 weichen, der in der Produktion wohl um rund ein Drittel günstiger sein soll sowie die bessere Technik bereithält.
Kia – Neue Modelle übernehmen
Auch Kia e-Soul und e-Niro mussten Platz machen. Den kantigen Van Soul gab es seit 2019 nur noch in der elektrischen Version. Der Niro startete 2022 in der zweiten Generation als Plug-in-Hybrid, Vollhybrid und als Stromer. Besonders die elektrische Version des Kompaktmodells kam bei der Kundschaft gut an. Doch mit dem neuen, ebenfalls kompakten EV3 steht der ein modernen Nachfolger für die Stromer bereit.
Opel – Größer und elektrischer Nachfolger in Sicht
Der Ersatz für den eingestellten Opel Crossland fällt dagegen etwas größer aus. Der 4,22 Meter lange Crossover, der 2017 als Nachfolger des Meriva debütierte, erhält keinen Nachfolger. Vielmehr soll der elektrische und 4,38 Meter lange Frontera in die Bresche springen.
Stand: 08.12.2025
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Porsche – Abschied von Nischenmodellen
Nicht nur die Kleinen trafen und treffen die Sicherheits- und Datenschutzvorschriften hart. Davon betroffen sind auch Nischenfahrzeuge wie Cabrios. Bei Modellen, die kurz vor der Ablösung stehen, lohnte sich oftmals die Anpassung nicht mehr. So geschehen etwa beim Porsche 718 Boxter und seinem geschlossenem Pendant Cayman.
Audi – Druck durch moderne Nachfolger
Dass technischer Fortschritt bestehenden Modellen zusetzen, erlebt auch der Audi Q8 e-tron. Das große elektrische SUV, das bereits auf der Audi-Seite nicht mehr konfiguriert werden kann, wird unter anderem von den neuen Modellen Q6 e-tron und A6 e-tron unter Druck gesetzt. Die neuen stehen auf Architektur PPE (Premium Platform Electric), die 800 Volt-Technik und Ladeleistungen bis zu 270 kW erlaubt. Günstiger bei vergleichbarem Platzangebot sind sie zudem.
Seat – Siebensitzer ohne Nachfolger
Seat sortierte das große SUV Tarraco aus. Das Schwestermodell des VW Tiguan Allspace war seit 2018 erhältlich. Einen Nachfolger gibt es für den Siebensitzer nicht. Eine Alternative bieten die Spanier mit dem Cupra Terramar an, allerdings ist dieser kleiner und nur als Fünfsitzer bestellbar.
Maserati
Maserati verabschiedete sein erstes SUV in den Ruhestand, den Levante. Damit nicht genug wurden auch die Business-Limousine Ghibli und das Flaggschiff Quattroporte eingestellt. Bis für Levante und Quattroporte ein elektrischer Nachfolger bereitsteht, dauert noch. Der Ghibli wurde dagegen ersatzlos gestrichen.
Verbrenner-Ende
Dieses Schicksal ereilte auch den Verbrenner-Versionen des Renault Megane sowie den Mittelklasselimousinen Volvo S60 und Peugeot 508. Auch bei Ferrari fand ein Stühlerücken statt. Das Roma-Coupé verschwindet. Das Einsteigermodell der Italiener wird nur noch in der offenen Spider-Version angeboten.
Jaguar – Komplettes Verbrenner-Aus bis 2026
Jaguar hat nicht nur den F-Type verabschiedet, sondern gleich alle Autos mit Verbrenner. Derweil hangeln sich die Briten mit dem Abverkauf ihrer bestehenden Modellpalette und bereits produzierten Neuwagen durch. 2026 soll der Neustart mit Elektroautos folgen, mit denen sich die Marke künftig stärker in der Lifestyle- und Luxuswelt positionieren will.