Diesel-Krise bringt VW-Autohaus in finanzielle Nöte

Autor Christoph Seyerlein

Im Großraum Stuttgart brodelt die Abgas-Affäre wegen der Diskussion um Fahrverbote in der Innenstadt besonders. Kunden reagieren verunsichert, für Autohändler hat das teils schwere Folgen. Auto-Bauer aus Vaihingen musste nun einen Insolvenzantrag stellen.

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(Bild: Baeuchle)

Die Auto-Bauer GmbH mit Sitz in Vaihingen an der Enz hat beim Amtsgericht Heilbronn ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Wie die Kanzlei „Schultze und Braun“, die das VW-Autohaus in dem Verfahren juristisch begleitet, mitteilte, ist der Lohn der 28 Beschäftigten bis zum Jahresende über das Insolvenzgeld abgesichert. Verkauf und Werkstattbetrieb können so vorerst ohne Einschränkungen weiterlaufen. Zum vorläufigen Sachwalter bestellte das Gericht Marcus Egner von „Dietz Tonhäuser und Partner“.

Als Ursache für die finanziellen Probleme gibt Dieter Maurer, Geschäftsführer von Auto-Bauer, starke Umsatzeinbrüche im Neuwagengeschäft infolge der Abgas-Affäre an. „Die Diskussionen um den Diesel und Fahrverbote in Innenstädten, insbesondere in Stuttgart, verunsichern die Kunden“, sagt Maurer. Vaihingen liegt knapp 30 Kilometer nordwestlich von Stuttgart.

Aufgrund der Einbußen fiel es dem Unternehmen immer schwerer, laufende Kredite abzubezahlen. „Nach hohen Investitionen in das Autohaus in den vergangenen Jahren und den damit verbundenen finanziellen Verpflichtungen trifft diese Entwicklung das Unternehmen sehr hart“, so Maurer weiter. In welchem Ausmaß der Neuwagenabsatz des Kfz-Betriebs zuletzt speziell unter der Diesel-Problematik gelitten hat, wollten auf Anfrage weder der Händler noch die Kanzlei konkretisieren.

Das Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung soll nun dabei helfen, das Autohaus zu restrukturieren und einen Investor zu finden. Bereits vor der Entscheidung zum Insolvenzverfahren hat Dieter Maurer Gespräche mit Interessenten geführt. „Nun geht es darum, die Verhandlungen weiterzuführen und schnellstmöglich zum Abschluss zu bringen“, heißt es in der Mitteilung von Schultze und Braun.

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