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Dieselnachrüstung: Dr. Pley liefert, BMW mauert

| Autor: Jan Rosenow

Der BMW-Konzern rät weiter von der Nachrüstung ab. Ein „Verbot“ für die Händler, wie es „Spiegel Online“ berichtet hatte, gibt es aber nicht.

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Der BMW X3 der Baureihe F25 kann ab Januar mit einem SCR-Nachrüstkat ausgestattet werden.
Der BMW X3 der Baureihe F25 kann ab Januar mit einem SCR-Nachrüstkat ausgestattet werden.
(Bild: BMW)

Der Katalysatorexperte Dr. Pley hat für sein Diesel-Nachrüstsystem eine weitere Genehmigung vom Kraftfahrtbundesamt erhalten. Die ABE bezieht sich auf Fahrzeuge der Marke BMW, die mit dem Vierzylinder-Dieselmotor mit zwei Litern Hubraum ausgestattet sind.

Zuerst will Dr. Pley Varianten für folgende Modelle anbieten: 320d, 520d, X1 18/20d und X3 20d aus den Baujahren 2007 bis 2015. Die Produktion der Nachrüstkatalysatoren erfolgt bei dem Autozulieferer Bosal. Bestellbar sind die Produkte ab November, im Januar soll die Lieferung starten.

Das Nachrüstset kostet im Onlineshop von Dr. Pley 3.100 Euro; hinzu kommt der Festpreis für den Einbau in Höhe von 375 Euro (jeweils inklusive Mehrwertsteuer). Als Einbaupartner hat das Unternehmen bereits eine Reihe von Autohäusern im Stuttgarter Raum sowie bei Köln, im Rhein-Main-Gebiet sowie im Ruhrgebiet gewinnen können, und zwar in erster Linie Mercedes-Benz-Partner.

Kein Verbot, aber auch keine Förderung

Dabei dürfte der Einbau der SCR-Anlagen auch für BMW-Händler ein interessantes Geschäft sein. Laut einem Bericht der Nachrichtenseite „Spiegel Online“ soll der Konzern seinen Partnern aber verboten haben, solche Systeme anzubieten und einzubauen.

Doch das stimmt nicht, wie ein BMW-Sprecher auf Nachfrage von »kfz-betrieb« erklärt: „Unsere Händler sind freie Unternehmer, und wir können ihnen nicht verbieten, eine wie auch immer geartete Hardware-Nachrüstung zur Minderung des NOx-Ausstoßes zu verbauen. Allerdings hat sich die Position der BMW Group zur Hardware-Nachrüstung auch durch das Angebot einzelner Hersteller nicht verändert. Das heißt, dass wir die Nachrüstung nicht empfehlen und auch auf Anfragen von Kunden einen Einbau nicht übernehmen. Unsere Händler haben wir darauf hingewiesen, dass wir im Falle des Verbaus von Hardware-Nachrüstungen nach Einbau eines solchen Systems weder Garantie noch Gewährleistung übernehmen. Dementsprechend werden wir solche Angebote auch finanziell nicht unterstützen.“

Nun obliegt es den Händlern, ob sie sich in dieses neue Geschäftsfeld vorwagen oder ob sie die Kunden lieber zur Konkurrenz schicken. Mehrere der mit Dr. Pley zusammenarbeitenden Mercedes-Benz-Partner werben bereits damit, auch BMW-Modelle nachzurüsten.

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Über den Autor

 Jan Rosenow

Jan Rosenow

Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group