Dieselnachrüstung: HJS bringt erstes System für Transporter

Bundesregierung fördert die Nachrüstung mit bis zu 80 Prozent

| Autor: Jan Rosenow

HJS hat sein Nachrüstsystem zuerst für den Mercedes-Benz Sprinter entwickelt.
HJS hat sein Nachrüstsystem zuerst für den Mercedes-Benz Sprinter entwickelt. (Bild: HJS)

Der Abgastechnikspezialist HJS konzentriert sich bei der Entwicklung von SCR-Nachrüstlösungen zuerst auf Nutzfahrzeuge. Nach dem System für leichte Lkws hat nun auch eine Variante für Transporter eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) erhalten. Damit können Halter von gewerblich genutzten Dieselfahrzeugen ab 2,8 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ihre Firmentransporter mit staatlicher Förderung auf modernste Abgastechnik umrüsten lassen und sind somit nicht von Fahrverboten betroffen. Die ABE gilt für eine umfangreiche Fahrzeugpalette vom Mercedes-Benz Sprinter über die Volkswagen-Modelle T5 und Crafter sowie demnächst auch für den Ford Transit.

Der Einbau wird mit bis zu 80 Prozent der Gesamtkosten gefördert. Mit insgesamt 333 Millionen Euro subventioniert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Hardware-Nachrüstungen, um die Luftqualität zu verbessern und Fahrverbote zu vermeiden.

Mithilfe der SCR-Technik verwandelt die HJS Hardware unter Zugabe von Adblue Stickoxide in harmlosen Stickstoff und Wasserdampf. Voraussetzung für eine stabile Wirkung der Abgasreinigung ist allerdings eine gewisse Mindesttemperatur. Diese wird gerade bei Handwerker- und Lieferfahrzeugen im Stadtbetrieb oft nicht sicher erreicht, weil sie vorwiegend im Kurzstrecken- und Teillastbetrieb unterwegs sind.

Hersteller verspricht: Kein Einfluss auf den Motor

Der Hersteller verspricht sich durch das aktive Thermomanagement seines HJS-Blue-Systems, dass der SCR-Katalysator immer mit bestmöglicher Reinigungsleistung arbeitet. Dabei nimmt das System keinerlei Einfluss auf den Motor. Je nach Fahrzeugtyp soll der Adblue-Verbrauch drei bis fünf Prozent vom Dieselverbrauch betragen, der Kraftstoffmehrverbrauch liegt laut HJS wie von Gesetzgeber gefordert unter sechs Prozent.

Die Systeme können grundsätzlich über jeder anerkannte AU-Kraftfahrzeugwerkstatt eingebaut werden. Interessierte Betriebe können sich direkt bei HJS melden, um Details über Kosten sowie Einbau- und Schulungsmöglichkeiten zu erfahren.

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