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Dieselnachrüstung: Schon Hunderte Nachrüstkats eingebaut

| Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Vera Preising

Floppt die Dieselnachrüstung? Die Autohersteller Mercedes-Benz und Volkswagen bekommen angeblich kaum Förderanträge. Doch die nachrüstenden Betriebe vor allem im Südwesten sehen das anders.

Saubere Sache: Mit eingetragenem Nachrüstsystem dürfen Euro-5-Fahrzeuge auch bei Fahrverboten weiter genutzt werden.
Saubere Sache: Mit eingetragenem Nachrüstsystem dürfen Euro-5-Fahrzeuge auch bei Fahrverboten weiter genutzt werden.
(Bild: Rosenow/»kfz-betrieb«)

Mit Unverständnis haben Volkswagen-Partner in Baden-Württemberg sowie Vertreter der Kfz-Innung Region Stuttgart auf die Aussagen des Wolfsburger Konzerns reagiert, dass er „noch von keinem einzigen Fall Kenntnis (hat), in dem (ein Dieselfahrzeug) nachgerüstet wurde“. Dies hatte ein Konzernsprecher am 4. Mai der Nachrichtenagentur dpa mitgeteilt. Dabei läuft das Nachrüstgeschäft in den baden-württembergischen Schwerpunktregionen schon seit Anfang des Jahres; Dutzende Förderanträge sind seitdem bei VW eingereicht worden.

Ein ähnliches Bild zeichnet Mercedes-Benz – neben VW der einzige weitere Autohersteller, der seine Kunden bei der Dieselnachrüstung mit einer freiwilligen Zuzahlung von 3.000 Euro unterstützt. Lediglich 170 Kunden hätten bislang einen Antrag auf den finanziellen Zuschuss gestellt, den der Stuttgarter Konzern für eine Dieselnachrüstung zahlt, teilte das Unternehmen Ende April auf eine Anfrage der „Süddeutschen Zeitung“ hin mit. Dabei haben sich laut einem Sprecher bereits rund 5.000 Personen auf der Website registriert, auf der die Ansprüche gestellt werden können.