Dieselnachrüstung: Schritt für Schritt erklärt

Autor: Jakob Schreiner

In einem Video erklären Bosal und Dr. Pley Schritt für Schritt den Einbau eines SCR-Systems. Informationen, die die Werkstätten gut gebrauchen können, denn die Mehrheit der Kfz-Betriebe hat sich bislang mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt.

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Der reine Einbau des SCR-Katalysators ist einfach: Die Anlage ist so konstruiert, dass sie an die vorhandenen Befestigungspunkte passt. Worauf die Werkstatt sonst noch achten muss, zeigt ein Erklärvideo der Hersteller Bosal und Dr.Pley
Der reine Einbau des SCR-Katalysators ist einfach: Die Anlage ist so konstruiert, dass sie an die vorhandenen Befestigungspunkte passt. Worauf die Werkstatt sonst noch achten muss, zeigt ein Erklärvideo der Hersteller Bosal und Dr.Pley
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Viele freie und markengebundene Betriebe haben sich bislang noch nicht mit dem Thema Dieselnachrüstung beschäftigt.Das hat eine kürzlich durchgeführte Befragung von jeweils 100 freien Werkstätten und 100 Vertragspartnern ergeben. Eine gute Möglichkeit, sich über das Ausmaß der Ein- und Umbaumaßnahmen zu informieren, haben nun die Unternehmen Bosal und Dr. Pley geschaffen. In einem rund sieben Minuten langen Video wird der Einbau eines NOx-Minderungssystems in eine Mercedes-C-Klasse Schritt für Schritt erklärt.

Das Nachrüst-Kit von Bosal und Dr. Pley gibt es aktuell für einige Mercedes-Benz-, BMW- und Volvo-Modelle. Daneben bietet auch Baumot für Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern und von Mercedes Nachrüstsätze an. Der Hersteller HJS hat bislang als einziger Anbieter für einige wenige Transporter entsprechende Produkte parat. Die Kosten für ein System liegen je nach Hersteller inklusive dem Einbau etwa zwischen 3.300 und 3.700 Euro. Der Einbau dauert bei geübten Mechanikern circa drei Stunden.

Bei nachgerüsteten Kfz ist keine Änderung der Schadstoffnorm erforderlich, es erfolgt lediglich eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere. Alle Kfz-Meister-Betriebe, die nach der ISO-Norm 17020 für die Abgasuntersuchung akkreditiert sind, dürfen die Arbeiten ausführen.

Das Interesse an einer Nachrüstung war zuletzt in Stuttgart groß. Christian Reher, Geschäftsführer der dortigen Kfz-Innung sagte, dass die Nachfrage nach Nachrüstsätzen momentan das Angebot übersteige.

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Fachredakteur Ressort Service & Technik