Kfz-Innungen Dieter Burkart führt fusionierte neue Innung Mittelbaden

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Doris Pfaff

Aus den beiden Kfz-Innungen Baden-Baden/Bühl/Rastatt und Karlsruhe wird die Innung Mittelbaden. Dazu haben sich die Mitglieder am Dienstagabend in ihrer Mitgliederversammlung ausgesprochen. Der erste Obermeister ist Dieter Burkart.

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Dieter Burkart ist erster Obermeister der neu formierten Kfz-Innung Mittelbaden.
Dieter Burkart ist erster Obermeister der neu formierten Kfz-Innung Mittelbaden.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

„Mittelbaden“ nennt sich ab 1. Januar 2021 eine neue Kfz-Innung in Baden-Württemberg. Sie ist das Ergebnis der Fusion der beiden Innungen Karlsruhe und Baden-Baden/Bühl/Raststatt. In einer Mitgliederversammlung, die auch im Netz übertragen wurde, hatten sich die Teilnehmer der beiden Innungen für die Verschmelzung ausgesprochen. Damit zählt der Landesverband Baden-Württemberg künftig noch 24 Kfz-Innungen.

Der neue Obermeister Dieter Burkart hatte bereits den Vorsitz der Innung Baden-Baden/Bühl/Rastatt inne, die in diesem Jahr eigentlich ihr 75-jähriges Bestehen feiern wollte. Burkart erhielt das einstimmige Vertrauen der Versammlung in geheimer Wahl. Zu den stellvertretenden Obermeistern wurden Thomas Grethel, bisher stellvertretender Obermeister der Innung Baden-Baden/Bühl/ Raststatt, und Heiko Knirsch, bisheriger stellvertretender Obermeister der Innung Karlsruhe, gewählt.

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Rolf Stoppanski, bisher Obermeister der Karlsruher Innung, geht in den „Verbandsruhestand“. Er hatte bereits vor langer Zeit angekündigt, für das Amt des Obermeisters nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Er bedankte sich zum Abschied für die Unterstützung aus seiner Innung. Auch der Karlsruher Geschäftsführer, Uwe Koch, geht nach 30 Jahren Arbeit in der Innung zum Jahreswechsel in den Ruhestand.

Auch wenn jetzt die Verschmelzung der beiden Innungen offiziell ist, sei die Fusion doch für viele Mitglieder nur noch reine Formsache gewesen, betonte Stoppanski. Denn in der Praxis „ist das längst schon ein Laden“. Die Innungen hatten die Schritte schon vor zwei Jahren vorbereitet und Maßnahmen eingeleitet. Ziel der Fusion war, Synergieeffekte zu nutzen und insgesamt stärker zu sein. Die neue Innung zählt 247 Mitglieder.

Ein Innungsteam an zwei Standorten

In verschiedenen Projekten wuchsen die Innungen zusammen. Zunächst wurden die Wirtschaftsgesellschaften in eine gemeinsame „pro Kfz-Gewerbe GmbH“ mit Sitz in Karlsruhe überführt.

Auch bei der Gesellenprüfung Teil 2 werden bereits seit Langem die Mechatroniker mit der Fachrichtung Nutzfahrzeug gemeinsam geprüft und in der Geschäftsstelle Baden-Baden die Prüfungen für beide Innungen vorbereitet. Ebenso arbeite man bei der Anerkennung für Fachbetriebe historische Fahrzeuge seit Langem zusammen, so Stoppanski.

Ihren Sitz hat die Innung Mittelbaden in Baden-Baden unter der Geschäftsführung von Ruben Schäfer. Die Geschäftsstelle in Karlsruhe bleibt mit dem Sitz der Wirtschaftsgesellschaft erhalten. Ruben Schäfer erläutert das Konzept in einem Satz: „Ein Innungsteam an zwei Standorten!“

Um allen Innungsmitgliedern bei einer so wichtigen Versammlung die Teilnahme auch in Pandemiezeiten so leicht wie möglich zu machen, waren die Versammlungen per Livestream übertragen worden – abstimmen durften jedoch nur die Teilnehmer vor Ort. Die Satzung der Innung schreibt eine geheime Wahl zum Obermeister vor. In der Kürze der Zeit dies allen per „Livestream“ zu ermöglichen, war schwer umzusetzen.

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