Digitalisierung: Check-in wie am Flughafen

Autor / Redakteur: Julia Mauritz / Julia Mauritz

Audi München hat mit dem Ingolstädter Hersteller eine digitale Service-Station entwickelt: Sie nimmt Kundenaufträge sowie Autoschlüssel an und stellt die Ersatzmobilität sicher. Auch andere Audi-Händler können die schicke Stahlbox jetzt bestellen.

Über die Audi-Service-Station kann ein Kunde rein digital sein Auto zum Service abgeben, den Werkstattersatzwagen in Empfang nehmen und die Rechnung begleichen.
Über die Audi-Service-Station kann ein Kunde rein digital sein Auto zum Service abgeben, den Werkstattersatzwagen in Empfang nehmen und die Rechnung begleichen.
(Bild: Mauritz)

Seit Juli 2016 hat Audi München in seinem Betrieb in der Hochstraße einen neuen Helfer: Der neue Kollege mit dem Spitznamen Frodo ist knapp zwei Meter groß und schluckt 60 Autoschlüssel. Sprechen und Kundenprobleme lösen kann der neue Kollege zwar nicht, aber ansonsten beherrscht er die wesentlichen Routinetätigkeiten, die in der Serviceannahme anfallen: Er nimmt Kundenaufträge an, verwahrt Autoschlüssel und stellt die Ersatzmobilität sicher. Nach erfolgter Reparatur zeigt er dem Servicekunden die Werkstattrechnung, wickelt die bargeldlose Bezahlung ab und übergibt als letzten Schritt den Schlüssel.

"Immer individueller werdende Kundenerwartungen“

Die Idee für die digitale Audi-Service-Station entwickelten Audi München und der Ingolstädter Hersteller gemeinsam, um vor allem in der zweimonatigen Reifenwechselsaison Kapazitätsengpässen entgegenzuwirken: Dann nämlich stehen die Servicemitarbeiter der beiden zentral gelegenen Münchner Audi-Betriebe in der Hochstaße und in der Albrechtstraße vor der Herausforderung, rund 7.500 Werkstattdurchläufe zu meistern. Speziell die Serviceannahme stieß dabei regelmäßig an ihre Grenzen.