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Ende der Ära Rudolf Schüssler

| Redakteur: Andreas Wehner

Generationenwechsel: Mehr als 30 Jahre war Rudolf Schüssler beim Verband. Nun geht er in die passive Phase der Altersteilzeit. Mit einer Feier hat der ZDK hat seinen langjährigen Geschäftsführer verabschiedet.

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Tschüss „Rudi Plaketti“: ZDK verabschiedet Rudolf Schüssler in den Ruhestand.
Tschüss „Rudi Plaketti“: ZDK verabschiedet Rudolf Schüssler in den Ruhestand.
( Archiv: Vogel Business Media )

Nach mehr als 30 Jahren ist die Ära Rudolf Schüssler zu Ende gegangen. Der ZDK hat seinen langjährigen Geschäftsführer mit einer Feier in die Ruhephase der Altersteilzeit verabschiedet. Rund 150 Gäste kamen aus der gesamten Republik und aus den Nachbarländern.

„Neben dem unvergleichlichen Erfahrungsschatz, den unzähligen Kontakten und dem profunden Fachwissen ist es auch menschlich ein besonderer Aderlass: Da geht jemand, der mit offenem Visier kämpfte und gerade heraus seine Meinung sagte, dabei stets verlässlich und loyal, ein Mann mit viel politischem Geschick, ein Vorgesetzter, der sich immer vor seine Mitarbeiter stellte, wenn mal heftiger Sturm von vorn kam – ein Eifeler eben“, sagte ZDK-Präsident Robert Rademacher am Freitag vor rund 150 Gästen.

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„Plaketten-Rudi“ mit zahlreichen Verdiensten

Schüssler kam 1979 zum Verband. Der gelernte Kfz-Mechaniker und Diplom-Ingenieur startete seine Verbandskarriere als Referent für Umweltfragen. Einige Jahre und diverse Aufgaben später übernahm er die Leitung der ZDK-Technikabteilung: Von 1991 bis zu seinem Ausscheiden war Schüssler als ZDK-Geschäftsführer für den Bereich „Technik, Sicherheit und Umwelt“ verantwortlich.

„,Plaketten-Rudi’ ist ein geflügeltes Wort im Verband, wenn es um Deine bleibenden Verdienste geht“, sagte ZDK-Vizepräsident und Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk.

Der echte Eifeler hat in seiner Zeit beim Verband zahlreiche Errungenschaften durchgesetzt: „Die Einführung der Abgassonderuntersuchung 1985 ist ein erster wichtiger Meilenstein in der Ära Schüssler“, betont Rademacher. Weitere folgten wie die Sicherheitsprüfung für Nutzfahrzeuge (1998) und die Einführung der Gasanlagen- und Gassystemeinbauprüfungen (2006).

Hülsdonk lobte das große Engagement, das Schüssler auszeichnet: „Die Bereitschaft, mit aller Energie für den Erfolg einer Sache zu kämpfen. Und immer wieder in den vielen Diskussionen allen Teilnehmern auch die klare Ansage zu machen, für diese Sache kämpfen zu wollen.“

Gute Verbindungen in viele Richtungen

Der Technik-Experte hat sich einen Ruf weiter über die Verbandsorganisation hinaus erworben. In diversen Ausschüssen, Kommissionen und Beiräten machte sich Schüssler auch in Berlin und Brüssel einen Namen. Gute Drähte hatte Schüssler auch zu Vertretern der Fahrzeughersteller und Überwachungsorganisationen. Gleiches gilt für die Zusammenarbeit zwischen Schüssler und den Landesverbänden und Innungen. „Wir bedauern zwar, dass wir Dich nicht klonen können, sind aber mit der Nachfolgeregelung zufrieden“, schmunzelt Dieter Paust, Hauptgeschäftsführer Landesverband Nordrhein-Westfalen.

Schüssler hinterlässt große Fußspuren für seinen Nachfolger Neofitos Arathymos. Der 35-Jährige ist seit 2005 als Referent in der Abteilung Technik und hat am 1. Juli die Abteilungsleitung übernommen.

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