Erfolgreich mit Social-Media-Marketing

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Während einige Automobilhersteller wie BMW bereits fleißig auf den Social-Media-Plattformen unterwegs sind – die offizielle Facebook-Seite des Premiumherstellers hat drei Millionen Fans – sind sich die meisten Autohäuser der Tragweite des Web 2.0 für ihr Geschäft noch nicht bewusst.

Damit stehen sie übrigens nicht alleine da: Die Universität Leipzig hatte gemeinsam mit dem Magazin „Pressesprecher“ und Fink & Fuchs Public Relations im Juni 2010 rund 1.000 Kommunikationsverantwortliche aus Unternehmen, Behörden, politischen Organisationen, Verbänden und Non-Profit-Organisationen in Deutschland über ihr Social-Media-Engagement befragt. 54 Prozent gaben zwar an, Social Media bereits einzusetzen, allerdings verfügten nur 16 Prozent die notwendigen Grundlagen für ein strategisches Vorgehen.

Porsche sperrt Facebook-Accounts

Viele Unternehmen haben gar Angst vor dem, was im Internet gerade passiert. Prominentestes Beispiel aus der Autobranche ist der Hersteller Porsche, der seinen Mitarbeitern im Oktober aus Angst vor Wirtschaftsspionage den Zugriff zu Facebook gesperrt hatte. Und andere große Unternehmen in Deutschland schließen diese „Lücken“ aus Furcht, dass interne Informationen nach draußen dringen.

Kunden entscheiden längst mit

Im „autonomen“ Internet findet dank der Meinungsfreiheit aktuell eine Machtverschiebung statt: Nicht mehr die Firmen sind die unangefochtenen Meinungsbildner, jeder einzelne Mensch entscheidet mit, was gefällt und was nicht. „Während früher ein Unternehmen der Sender und der Kunde der Empfänger war, ist heute jeder Kunde selbst zum Sender geworden. Damit entgleitet der Firma automatisch die Kontrolle“, erklärt Norbert Schuster, Geschäftsführer der Beratungsagentur Strike 2.

Dabei überwiegen ganz klar die Chancen die Risiken, betont Schuster: „Früher mussten Unternehmen viel Geld in die Hand nehmen, um an neue Kunden heranzukommen, um zu erfahren, wie ihre Kunden ticken, oder was sie tun können, um ihren Service zu verbessern. Heute haben sie dank der Social-Media-Plattformen einen sehr direkten Draht zum Kunden.“ Falls richtig in Angriff genommen, könne ein Unternehmen über Facebook & Co. sehr viel einfacher als früher Informationen aus dem Markt erhalten, ein positives Image aufbauen und Fans gewinnen.

Den Kundendialog neu gestalten

Bestes Beispiel dafür sei die Telekom, so Schuster. Das Unternehmen hat seine Kundenberatung neu strukturiert und sich einen Twitter-Account zugelegt. Dank einer konsequenten Nutzung dieses Kanals seien frühere Telekom-Meckerer zu Telekom-Anhängern geworden. Um das zu erreichen, sei es allerdings unabdingbar, sich mit Social Media genau zu beschäftigen. Die Einstellung: „Dann machen wir jetzt halt Twitter“ könne sogar kontraproduktiv sein.

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