Erste Ausfahrt im Kia Pro-Ceed GT

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Dass sich der Pro-Ceed dabei so kräftig und knackig anfühlt, liegt nicht nur am potenten Motor, dem strammeren Fahrwerk und dem noch einmal nachjustierten Sport-Programm der elektrischen Servolenkung, sondern auch an einem elektronischen Psycho-Trick: Ein Soundchip und ein paar Boxen lassen den vergleichsweise kleinen Vierzylinder im Innenraum fast so kernig dröhnen, wie einen fetten V8.

Doch so ganz kommt der GT trotzdem nicht an den GTI heran. Nicht nur, weil ihm dafür 16 PS und etwa 25 km/h bei der Endgeschwindigkeit fehlen. Sondern auch, weil es ausgerechnet für den GT keine Doppelkupplung gibt. Und obwohl die Sechsgang-Schaltung kurz und kernig ist, kommt man damit einem DSG-Automaten einfach nicht hinterher.

GT wird auch optisch sportlicher

Dafür könnten die Koreaner vielleicht beim Design punkten. Klar, auch der Golf hat seinen Waben-Grill, seine Denver-Felgen und die Karobezüge auf den Sitzen. Aber Kia baut stramme Recaros ein, spendiert dem GT neue Front- und Heckschürzen, packt rote Bremssättel in die 18-Zöller und schraubt ein markantes Tagfahrlicht aus jeweils vier LED-Quadern in den Bug, mit denen das Überholprestige deutlich größer wird.

Ob das klappt und die Überholspur für den Adrenalinschieber aus Asien tatsächlich geräumt wird, wird man erst im Sommer sehen. Denn bis die Kunden für Preise von vermutlich 25.000 Euro aufwärts endlich auch mal mit einem Kia sportlich um die Ecken fegen können, wird es noch ein halbes Jahr dauern, sagt Hahn. „Aber das warten wird sich lohnen“, verspricht der Entwicklungschef.

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Und er weiß, wovon er spricht. Schließlich hat er gemeinsam mit seinen Kollegen im letzten halben Jahr schon 160.000 Autobahnkilometer mit den neuen GT-Modellen abgespult und dabei ordentlich Gas gegeben. Immerhin 150 km/h betrug das Durchschnittstempo auf den deutschen Highways. Zumindest das hatte schon mal GTI-Niveau.

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