Fahrzeugpapiere in sicheren Händen
PS-Team bewahrt Kfz-Briefe auf und fungiert als Treuhänder in der kritischen Phase zwischen der Herausgabe der Fahrzeugpapiere für die Zulassung durch die Bank und der Eingangszahlung des Kunden.
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„Wer nicht genügend vertraut, wird kein Vertrauen finden“ – dieser Spruch des chinesische Philosophen Lao-Tse stammt zwar aus dem sechsten Jahrhundert vor Christus, doch er hat nichts an Aktualität eingebüßt.
Ganz im Gegenteil: Die Wirtschaftskrise und die gesunkene Bonität der Unternehmen haben eine wahre Spirale des Misstrauens in Gang gesetzt: Die Banken vertrauen sich gegenseitig nicht mehr und dem Automobilhandel erst recht nicht. Und auch die Leasinggesellschaften blicken mit Argwohn auf die Bonität der Autohäuser.
Die Folge: Ohne Sicherheiten fließt kein Geld. Das klingt logisch und einfach zugleich. Im Automobilhandel kommt es dennoch häufig zu Problemen – vor allem, wenn es sich bei den Sicherheiten um Fahrzeugpapiere handelt.
Autohäusern droht Kreditfalle
Der Haken ist, dass zwischen dem Zeitpunkt, zu dem die Bank den Brief für die Fahrzeugzulassung herausgibt, und dem Zeitpunkt, zu dem der Kunde den Kaufbetrag bei der kreditgebenden Bank einzahlt, oft eine Lücke entsteht, in der sich die Eigentumsverhältnisse in einer Grauzone befinden. Bei einer Handvoll Fahrzeuge mag das für die Bank kein Problem sein, aber gerade viele große Händler schnüren Verkaufspakete mit gut und gerne 50 Fahrzeugen.
Das Risiko, die Verfügungsgewalt durch die Herausgabe von Dokumenten zu verlieren, trägt aber nicht nur das Kreditinstitut: Geht in der Eigentümerübertragung etwas schief oder der Prozess dauert zu lange, kann auch ein Autohaus schnell in eine Kreditklemme geraten.
Denn die finanzierende Bank gibt die Kfz-Briefe, die der Kfz-Betrieb zur Zulassung braucht, nur heraus, wenn sie vorher ihr Geld bekommen hat. Bis aber dann der Kunde seine Fahrzeuge bezahlt, vergehen oft noch mal ein bis zwei Wochen. So lange muss der Händler die Fahrzeuge vorfinanzieren und nicht jeder hat die finanziellen Mittel dazu.
PS-Team bietet mit PS Trust jetzt eine Dienstleistung an, die die Risiken für alle Beteiligten minimiert. „Wir begleiten die Kreditinstitute und die Händler bei der Übertragung der Eigentumsrechte“, erklärt Gregor Ries PS Trust, das er als Vertriebsleiter Innovationsmanagement entwickelt hat.
1,5 Millionen Fahrzeugbriefe im Lager
Das Unternehmen mit Sitz in Walluf hat PS Trust auf seine Dokumentenmanagement-Dienstleistung PS Foodas aufgebaut – konkret verwahrt und verwaltet PS-Team mehr als 1,5 Millionen Zulassungsbescheinigungen. „Wir verzeichnen täglich 6.000 Neuzugänge beziehungsweise Abgänge bei den Fahrzeugbriefen“, verdeutlich Gregor Ries die Leistung von PS-Team.
Indem das Unternehmen die Fahrzeugbriefe aufbewahrt, vereinfacht es die Zusammenarbeit zwischen Händlern und Kreditinstituten bei der Refinanzierung ganz erheblich. „Wir minimieren den logistischen und organisatorischen Aufwand, der durch die reale Übergabe der Fahrzeugdokumente zwischen Banken und Händlern entstehen würde, auf ein Minimum“, erklärt Gregor Ries.
Das Prinzip von PS Trust sei denkbar einfach, unterstreicht der Vertriebsleiter. „Wir schließen mit unseren Kunden einen Treuhändervertrag ab, und die Fahrzeugpapiere, die wir ohnehin schon verwalten, bleiben einfach bei uns in Walluf.“
PS-Team begleitet den Eigentumsübergang, der den Sicherheitsanforderungen aller Beteiligten entspricht und die Verfügungsgewalt der jeweiligen Berechtigten bewahrt, ohne dass sich die Dokumente physisch bewegen. „Kein Beteiligter muss fürchten, dass die Dokumente zu früh herausgegeben werden. Durch transparente Prozesse können sowohl die Händler als auch die Banken jederzeit den Stand des Verfahrens nachvollziehen“, betont Gregor Ries.
Treuhandverfahren individuell regelbar
Trotz der Verwahrung hinter mehrfach gesicherten Stahltüren und des Abschlusses entsprechender Versicherungen haben die Berechtigten jederzeit die Möglichkeit, auf die Dokumente zuzugreifen.
Eine unberechtigte Herausgabe der Fahrzeugpapiere sei hingegen nicht möglich: „Die Dokumente sind mit einem elektronischen Merkmal als Eigentum der Kreditinstitute eindeutig gekennzeichnet“, versichert Gregor Ries.
Die Prozesse im Treuhandverfahren gestaltet PS-Team mit jedem Kunden individuell. So besteht die Möglichkeit, die Verfügungsbestimmungen, Versandbeschränkungen, Herausgabebestimmungen, Revisionsmöglichkeiten und Haftungsbestimmungen je nach Wunsch zu regeln.
„Selbstverständlich behandeln wir sämtliche zur Verfügung gestellten Informationen streng vertraulich und nach den Bestimmungen des Bundesdatengesetzes“, versichert Gregor Ries.
Kosten zwischen 12 und 20 Euro
Die Resonanz der Automobilhändler auf PS Trust sei sehr positiv, unterstreicht der Vertriebsleiter. „Wir nehmen ihnen mit unserem neuen Produkt ein gutes Stück Risiko ab und versetzen sie in die Lage, größere Geschäfte zu tätigen.“
Auch die Kosten für die Dienstleistung sind überschaubar: Pro Kfz-Brief sind zwischen 12 und 20 Euro fällig.
Händlern, die ihren administrativen Aufwand noch stärker reduzieren wollen, bietet PS-Team zusätzlich einen Zulassungsservice an.
Laut dem Vertriebsleiter wird PS Trust nicht die einzige Lösung bleiben, die PS-Team dem Fahrzeughandel und den Banken zur Verfügung stellt.
Es ist geplant, beide Bereiche als neue Geschäftsfelder zu erschließen und so das bereits bestehende Produktportfolio weiter abzurunden. Allein in diesem Jahr sollen zwei bis drei Neuheiten dazukommen.
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