Kfz-Gewerbe Niedersachsen-Bremen Fast alle Werkstätten machen bei der AÜK mit

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Doris Pfaff

Gut 96 Prozent der Kfz-Werkstätten sind dem neuen Qualitätsmanagementsystem des Kfz-Gewerbes beigetreten. Außerdem gehören die Innungen Meppen und Peine wieder dem Kfz-Verband an. Eher schlechte Nachrichten kommen aus dem Kfz-Handel in Niedersachsen-Bremen: Der Umsatz liegt fast noch ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau.

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Präsident Karl-Heinz Bley zeichnete Dietrich Hoyne, Eike Strohmann, Stefan Pingel und Markus Ahrens (von links) jeweils mit der ZDK-Ehrennadel aus. Geschäftsführer Christian Metje (rechts) gratulierte.
Präsident Karl-Heinz Bley zeichnete Dietrich Hoyne, Eike Strohmann, Stefan Pingel und Markus Ahrens (von links) jeweils mit der ZDK-Ehrennadel aus. Geschäftsführer Christian Metje (rechts) gratulierte.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Mit guten Nachrichten eröffnete am Mittwoch Präsident Karl-Heinz Bley die Mitgliederversammlung des Landesverbands Niedersachsen-Bremen in Walsrode. Nach dem Beitritt der Innungen Meppen und Peine hoffe er auf weitere Zuwächse. Der Landesverband führe bereits mit den Innungen Niedersachsen-Mitte und Osnabrück Gespräche über eine Zusammenarbeit. Langfristiges Ziel sei auch hier die Vollmitgliedschaft der beiden Innungen.

Über den genauen Stand bei der AÜK (Akkreditierte Überwachung im Kraftfahrzeuggewerbe) informierte Thorsten Brändle, Technischer Berater beim Landesverband. Gut 96 Prozent der Kfz-Werkstätten aus Bremen und Niedersachsen seien dem QM-System beigetreten. Nur 208 Werkstätten fehlten, von denen aber ein Großteil plane, ohnehin zum Jahresende den Betrieb einzustellen. Über den hohen AÜK-Zuspruch freute sich Brändle, auch weil in Bremen und Niedersachsen die Zahl der AU-Betriebe wieder steigt.

Weiterhin Probleme durch die Pandemie

Ansonsten gab es eher weniger positive Nachrichten zu verkünden. Das Kfz-Gewerbe zwischen Harz und Nordsee habe ein schweres Jahr hinter sich. „Dass wir besser durch die Krise gekommen sind als andere Branchen, ist da nur ein schwacher Trost“, beschrieb Bley die Situation.

Sorgenkind sei weiterhin die schwache Werkstattauslastung der Vertragshändler. Etwas besser sehe es in den freien Betrieben aus. Bley hofft, dass sich die Situation mit dem Ende der Homeoffice-Pflicht ändert und somit die Zahl der Wartungs- und Reparaturaufträge wieder steigt.

Sie erhielten die ZDK-Ehrennadel in Silber (von links): Karl-Heinz Bley, Heinz Bottge, Hans-Joachim Czychy, Lothar Freese, Arnulf Winkelmann. Ihnen gratulierte der Geschäftsführer Christian Metje (rechts).
Sie erhielten die ZDK-Ehrennadel in Silber (von links): Karl-Heinz Bley, Heinz Bottge, Hans-Joachim Czychy, Lothar Freese, Arnulf Winkelmann. Ihnen gratulierte der Geschäftsführer Christian Metje (rechts).
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Der Nutzfahrzeugmarkt in Niedersachsen und Bremen sei jedoch gut angelaufen und habe bereits das Vorkrisenniveau erreicht. Der Pkw-Markt liegt laut Landesverband noch um 23 Prozent in Bremen und 24 Prozent in Niedersachsen unter dem Niveau von 2019. Gewinner ist der Gebrauchtwagenmarkt, auch weil sich der Halbleitermangel auf das Neuwagengeschäft auswirkt. Nicht alle Marken seien unbegrenzt lieferfähig, sagte Bley.

Das jüngst angekündigte Ende des Verbrennungsmotors durch den Vorschlag der EU-Kommission, sieht Bley kritisch: „Technologieoffen muss die Politik hier sein.“ Die Frage, ob Wasserstoff oder andere Energieträger geeignet seien, müsse der Technik und dem Markt überlassen werden. Dies dürfe nicht die Politik entscheiden.

Für ihre besonderen Verdienste zeichnete der Landesverband außerdem Mitglieder mit der silbernen und goldenen Ehrennadel des Kfz-Gewerbes aus. Die ZDK-Ehrennadel in Silber erhielten: Karl-Heinz Bley, Heinz Bottge, Hans-Joachim Czychy, Lothar Freese und Arnulf Winkelmann. Die ZDK-Ehrennadel bekamen Dietrich Hoyne, Eike Strohmann, Stefan Pingel und Markus Ahrens verliehen.

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