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FCA-Rückruf: Emblem auf Lenkrädern wird zum Geschoss

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Weil das Markenemblem auf Chrysler- und Dodge-Lenkrädern beim Auslösen des Airbags zum Geschoss werden kann, ruft der Hersteller weltweit über 1,2 Millionen Fahrzeuge zurück. Davon sind 6.000 in Deutschland registriert.

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Derzeit ist das Verletzungsrisiko der Insassen in mehreren Dodge- und Chrysler-Modellen erhöht. Grund dafür ist, dass das jeweilige Logo auf dem Lenkrad beim Auslösen des Airbags zum Geschoss werden könnte.
Derzeit ist das Verletzungsrisiko der Insassen in mehreren Dodge- und Chrysler-Modellen erhöht. Grund dafür ist, dass das jeweilige Logo auf dem Lenkrad beim Auslösen des Airbags zum Geschoss werden könnte.
(Bild: 2005 Dodge Magnum RT Interior / 2005 Dodge Magnum RT Interior / Greg Gjerdingen / CC BY 2.0 / CC BY 2.0)

Ein Anfang August im Heimatmarkt gestarteter Rückruf für Chrysler- und Dodge-Fahrzeuge kommt nun auch nach Deutschland. Wie ein Sprecher der FCA Germany AG bestätigte, müssen hierzulande etwa 6.000 Exemplare des offiziell angebotenen Chrysler Grand Voyager und Dodge Nitro, sowie der als Grauimporte zugelassenen Modellreihen Chrysler Town & Country und Dodge Grand Caravan für etwa eine Stunde in die Werkstatt.

Dort gibt es zunächst aber nur eine provisorische Maßnahme: Die Mitarbeiter entfernen das Markenlogo und dessen Befestigungsteile auf dem Lenkrad. Sie könnten sonst bei Auslösung des Fahrerairbags „zu einem potenziellen Geschoss werden“, wie der Sprecher erklärte. Dies erhöhe das Verletzungsrisiko der Insassen.

Finale Abhilfe: Installation einer neuen Airbagabdeckung

Die finale Abhilfe ist die Installation einer neuen Airbagabdeckung mit verbesserten Befestigungen für das Markenemblem. Sobald diese verfügbar sei, würden die betroffenen Halter erneut kontaktiert, kündigte der Sprecher an.

Der Rückruf mit dem internen Aktionscode „W09“ ist weltweit für über 1,2 Millionen Einheiten aus unterschiedlichen Bauzeiträumen zwischen 30. Mai 2006 und 15. Dezember 2011 relevant. Etwa 100.000 betroffene Fahrzeuge sind außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas unterwegs.

(ID:46883896)

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 Niko Ganzer

Niko Ganzer

Freier Journalist