Fiat Doblo Cargo: Ein echtes Nutzfahrzeug

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Der Wettbewerb unter kleinen Nutzfahrzeugen ist groß. Wer sich behaupten will, muss viel Praxistauglichkeit und Variantenvielfalt bieten. Bequemlichkeiten sind indes weniger wichtig.

Firma zum Thema

Die zweite Generation des Fiat Doblo Cargo hat ein Facelift erhalten.
Die zweite Generation des Fiat Doblo Cargo hat ein Facelift erhalten.
(Foto: Fiat)

Bob, der Baumeister, hätte seine Freude am Fiat Doblo Cargo. Für fast jede Baustelle oder jeden Lieferauftrag gibt es eine passende Variante, vom Kasten- bis hin zum Pritschenwagen, dazu unzählige Auf- und Ausbauofferten. Die Fiat-Macher zählen mehr als 1.000 Variationsmöglichkeiten. Die seit 2010 erhältliche zweite Generation des praktischen Nützlings hat gerade ein Facelift erhalten. Die Preise für den Kastenwagen starten in Verbindung mit dem 70 kW/95 PS starken Basisbenziner nun ab 14.150 Euro netto (16.839 Euro brutto), für den am meisten nachgefragten 1,6-Liter-Diesel mit 77 kW/100 PS werden mindestens 16.450 Euro netto (19.576 Euro) fällig.

Die überarbeiteten Versionen des Doblo Cargo haben einen neuen Kühlergrill sowie geänderte Scheinwerfer erhalten. Sie sollen ein flotteres und Pkw-ähnlicheres Erscheinungsbild suggerieren. Was natürlich nur bedingt funktioniert, schließlich ist die kastenartige Form dem Nutzwert geschuldet und auch die Hecktüren beziehungsweise die seitlichen Schiebetüren sollen vor allen Dingen das Be- und Entladen erleichtern. Die Käufer dürften daher die optischen Änderungen als Zugabe gerne in Kauf nehmen, viel wichtiger sind die praktischen Eigenschaften des Nützlings. Und die sind geblieben.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 6 Bildern

Kastenwagen geht am besten

Die meisten Bestellungen entfallen auf den Kastenwagen. Dieser wird in zwei Längen (4,41 und 4,76 Meter), zwei Radständen (2,76 und 3,12 Meter) sowie zwei Höhen (1,85 und 2,13 Meter) angeboten. Das Ladevolumen variiert je nach Modell zwischen 3,8 und 5,4 Kubikmeter, die maximale Zuladung beträgt 925 Kilogramm. Die Innenraumhöhe beträgt zwischen 1,30 Meter (1,55 Meter beim Hochdach). Die 180 Grad weit öffnenden Hecktüren ermöglichen ein einfaches Be- und Entladen. Da der Abstand zwischen den Radkasten 1,23 Meter beträgt, passen auch zwei Europaletten in den Laderaum.

Gegenstände bis 2,17 Meter Länge (langer Radstand) können verstaut werden. Hat man das optionale geteilte und drehbare Trenngitter satt einer Stahltrennwand sowie den umklappbaren Beifahrersitz geordert, passen auch bis 2,50 Meter lange Güter hinein. Sechs Zurrhaken auf dem Laderaumboden ermöglichen die Ladungssicherung.

Das Motorenangebot wurde ebenfalls überarbeitet, die Aggregate sind bis zu 15 Prozent sparsamer geworden. Das Leistungsspektrum reicht von 55 kW/75 PS bis 99 kW/135 PS. Die Benziner erfüllen nun die Abgasnorm Euro 6, die Diesel sind noch mit Euro 5+ eingestuft. Die Euro 6-Vorgaben sollen aber im Laufe des Jahres erreicht werden. Die zwei angebotenen Benziner (70 kW/95 PS und 88 kW/120 PS) spielen nur eine untergeordnete Rolle. Interessant für Vielfahrer könnte hier der in Verbindung mit dem stärksten Otto angebotene bivalente Erdgasantrieb sein. Da die Erdgasflaschen unterflurig angebracht sind, gibt es keine Einschränkungen beim Ladevolumen. Elektroversionen für den Stadtverkehr sind nicht erhältlich.

(ID:43211097)