Auf der Dieselseite ist der 1,6-Liter mit 77 kW/100 PS das meist georderte Triebwerk. Der Selbstzünder geht trotz verbesserter Dämmung laut zur Sache. 290 Nm Drehmoment bieten aber genügend Kraftreserven, so dass auch bei voller Beladung flottes Vorwärtskommen gewährleistet wird. Das Fahrwerk des Doblo ist zwar auf hohe Zuladung ausgelegt und die Bi-Link-Hinterachse schluckt Fahrbahnunebenheiten auch vergleichsweise gut weg – trotzdem ist man immer noch mit einem Nutzfahrzeug unterwegs. Laufruhe und Lenkgenauigkeit können sich nicht mit einem Pkw messen. Wichtig für die Käufer dürfte der Verbrauch sein. Durchschnittlich fließen hier 5,4 Liter Diesel (5,2 Liter mit optionalem Start-Stopp-System) durch die Leitungen. Das geht für ein Nutzfahrzeug noch in Ordnung.
Durchschnittlich ist auch das Interieur. Es bleibt – auch wenn die Fahrerkabine leicht überarbeitet wurde – funktional und pflegeleicht. Ganz neu bietet Fiat nun optional eine Beifahrer-Doppelsitzbank an. Die ist aber nur für zwei junge Auszubildende noch ohne Muskelmasse tauglich. Zwei durchtrainierte Bauarbeiter hätten Probleme, nebeneinander ein Plätzchen zu finden. Am besten man klappt eine Rückenlehne um und nutzt diese als Ablagefläche für Dokumente. Praktisch ist hingegen das Staufach unterhalb des Sitzbodens.
Vier Karosserie-Versionen
Beim Infotainmentangebot hat Fiat nachgerüstet. Zur Wahl stehen nun gegen Aufpreis moderne Systeme mit Bluetooth-Anbindung, 5-Zoll-Touchscreen oder einem Tom-Tom-Navigationssystem.
Apropos Aufpreis. Traditionell sind Nutzfahrzeuge eher mager ausgestattet. Da macht der Italiener keine Ausnahme. In der Basisversion gibt es nur wenige Annehmlichkeiten für die Insassen und selbst ein Beifahrerairbag wurde eingespart. Wer unter anderem einen höhenverstellbaren Fahrersitz, elektrisch verstellbare Außenspiegel oder eine einfache Radioanlage sein Eigen nenne möchte, muss zur nächsten Ausstattungsstufe greifen. Diese kostet 750 Euro (netto) Aufpreis. Darin nicht enthalten sind Details wie Klimaanlage, Funkfernbedienung für Zentralverriegelung oder seitliche Schiebetüren. Glaseinsätze in der Trennwand, in den Schiebe- oder Hecktüren kosten ebenfalls extra.
Bleibt als Wettbewerbsvorteil gegen Citroen Berlingo oder VW Caddy die Karosserievielfalt. Wie gehabt stehen für den Doblo Cargo vier Karosserieversionen zur Wahl: Kastenwagen, Kombi für den Personentransport, Fahrgestell mit Flachboden und Pritschenwagen.
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