Autohaus Einicke Ford-Händler vermarktet Tesla Model 3 im Auto-Abo

Im Service arbeiten hierzulande einige Werkstätten bereits mit Tesla zusammen. Den Vertrieb seiner Fahrzeuge hält der Hersteller aber fest in eigener Hand. Doch nun tritt mit dem Autohaus Einicke ein Ford-Händler aus der mitteldeutschen Provinz auf den Plan und vermarktet das Tesla Model 3 im Auto-Abo. Wie es dazu kam.

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Das Autohaus Einicke will knapp 150 Tesla Model 3 im Jahr vermarkten.
Das Autohaus Einicke will knapp 150 Tesla Model 3 im Jahr vermarkten.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Mit Autohändlern in Deutschland hat Tesla bislang kaum Berührungspunkte. Den Verkauf ihrer Fahrzeuge halten die Kalifornier komplett in eigener Hand, im Service holen sie sich zumindest von einigen Werkstätten Unterstützung, die als sogenannte „zertifizierte Bodyshops“ mit dem Hersteller zusammenarbeiten. Doch nun kommt plötzlich auch im Vertrieb ein klassisches Autohaus bei Tesla ins Spiel.

Das Autohaus Einicke gibt es seit 1987, seit 1992 verkauft es als Vertragspartner Ford-Modelle. Gelegen im beschaulichen Sangerhausen auf halber Strecke zwischen Nordhausen und Halle an der Saale, bedient der Betrieb vor allem Kunden aus dem Raum Harz/Kyffhäuser. Künftig gibt es dort neben Ford-Fahrzeugen auch das Tesla Model 3 – und zwar im Abo.

Wie kam es dazu? „Der Kontakt ist über Freunde zustande gekommen, die bei Tesla arbeiten“, sagte Björn Einicke, Mitglied der Geschäftsleitung der „Mitteldeutschen Zeitung“. Offenbar hat sich das Autohaus einen Deal gesichert, mit dem es in einem Umkreis von 150 Kilometern exklusive Vermarktungsrechte für Tesla hat. Der nächste Standort mit einem Tesla-eigenen Betrieb ist Leipzig.

Im Februar will der Händler die ersten Model 3 anbieten. Im Abo gibt es das Fahrzeug ansonsten bislang vor allem bei Online-Plattformen wie Like-2-Drive, Smive oder bei Sixt. Im direkten Vergleich will das Autohaus Einicke offenbar mit niedrigen Preisen punkten. Während die günstigste Variante bei Like-2-Drive beispielsweise mindestens 599 Euro im Monat kostet, ruft Einicke nur 399 Euro auf, sofern sich ein Kunde für sechs Monate an das Auto bindet. Dafür gibt es dann ein Model 3 mit 18-Zoll-Alu-Rädern, 239 kW (325 PS) und einer 60-kWh-Batterie. 7.000 Kilometer sind inklusive, jeder Kilometer mehr kostet 40 Cent extra. On top muss der Kunde lediglich die Kosten für den Strom einrechnen.

Einicke hofft auf mehr

Zwei weitere Paket-Varianten hat das Autohaus darüber hinaus geschnürt: Wer das Model 3 nur für einen Monat abonnieren will, kann das für 499 Euro tun. 1.000 Kilometer sind darin enthalten. Drei Monate mit 3.500 Kilometern kosten bei dem Händler 449 Euro monatlich. Auf der Einicke-Website heißt es zudem: „Wenn Sie einen Tesla nur kurzfristig bzw. vorübergehend benötigen, geht das auch ohne Auto-Abo. Wir stellen Ihnen dann Ihr Model 3 zum günstigen Tagespreis zur Verfügung.“ 79 Euro werden dann pro Tag fällig, allerdings sind dabei nur 100 Kilometer inklusive.

Laut der Mitteldeutschen Zeitung will das Autohaus im Jahr knapp 150 Tesla-Fahrzeuge vermarkten. Björn Einicke hofft zudem darauf, die Beziehungen zu den Kaliforniern ausbauen zu können. Perspektivisch will er auch im Service für die Marke aktiv werden. „Wir sind dabei, die Voraussetzungen dafür zu schaffen und unsere Mitarbeiter zu schulen“, zitiert die Zeitung den Geschäftsführer.

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