Ford Mondeo 2.2 TDCi spart auf der Landstraße
Leichter, leiser, kraftvoller, sparsamer - Ford bietet für Mondeo, S-Max und Galaxy einen neuen Top-Dieselmotor an. In der Testfahrt hinterlässt der Selbstzünder einen durchaus zwiespältigen Eindruck.
Prof. Rudolf Menne, Forschungsleiter von Ford Europa und Chef des hauseigenen Forschungszentrums in Aachen, ist ein nüchtern kalkulierender Wissenschaftler. Was ihn beeindruckt, sind vor allem Zahlen. Und mit denen kann er bei dem neuen Diesel-Aggregat gut glänzen. Nur 200 Kilogramm wiegt das neue Aggregat, das Ford und PSA (Peugeot, Citroen) unter Federführung der Aachener Ingenieure entwickelt haben und das bei PSA im französischen Tremery gebaut wird.
200 Kilo sind für einen 2,2-Liter-Diesel relativ wenig. Aus den Tiefen seiner vier Zylinder schöpft er 129 kW/ 175 PS - 35 PS mehr als der bislang stärkste Diesel im Mondeo mit seinen zwei Litern Hubraum. Dazu kommt ein sattes maximales Drehmoment von 400 Nm, das ab 1750 U/min anliegt. Im Overboost lassen sich kurzzeitig sogar 420 Nm abrufen.
Der Mehr-Preis für die Mehr-Leistung ist relativ moderat: Gegenüber dem 2,0-Liter TDCi mit 140 PS, der auch weiterhin im Programm bleiben wird, kostet der neue Duratorq 1.250 Euro mehr. Und der Mehr-Verbrauch hält sich in Grenzen. Im Schnitt verbraucht der 2,0-Liter Diesel 5,9 Liter auf 100 km, der neue 2,2-Liter Selbstzünder will 6,2 Liter.
Spritsparende Überlandfahrt
Schlüsselt man die Verbräuche etwas auf, sieht das Bild schon günstiger aus: Bei Überlandfahrten verbrauchen beide nach dem DIN-Verfahren 4,9 Liter. Den Unterschied macht die Stadt: Dort begnügt sich der kleinere Diesel mit 7,6 Liter, während der neue 8,4 Liter schluckt. Ein Reisewagen also vor allem - was auch der Hauptklientel des oft als Geschäftswagen fahrenden Mondeo entspricht.
Eine erste Testfahrt liefert denn auch einen Grund dafür, warum sich die Verbrauchswerte trotz deutlich mehr Leistung nur innerstädtisch unterscheiden: Der neue Diesel will im Stadtverkehr fleißig geschaltet und gedreht werden. Anders als erwartet und von Ford auch gepriesen ist die Elastizität im Drehzahlkeller unterhalb von 1700 U/min eher bescheiden: Bei wenig Touren fängt der Diesel schnell an, sich zu beschweren und beginnt deutlich zu stuckern - bis er einen Gang weniger und mehr Gas bekommt.
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