Formel 1 für die Straße: Aston Martin Valkyrie

Neue Details zum Supersportler der Briten

| Autor: sp-x

Red-Bull-Designer Adrian Newey hat den Valkyrie entworfen. Ab 2019 soll der Sportler ausgeliefert werden.
Red-Bull-Designer Adrian Newey hat den Valkyrie entworfen. Ab 2019 soll der Sportler ausgeliefert werden. (Bild: Aston Martin)

Im Juli 2016 wurde die erste Studie zum Aston-Martin-Hypercar vorgestellt, das damals noch den Namen AM-RB 001 oder den internen Codenamen „Nebula“ trug. Von Anfang an waren die Grundzutaten klar: Die Carbon-Chassis beherbergt einen frei saugenden V12-Motor, dessen Power die Kreation von Red-Bull-Racing-Designer Adrian Newey vorbei an Porsche 918, McLaren P1 und Ferrari LaFerrari schießen soll. In den letzten zwölf Monaten hat sich bei der Entwicklung des zwischenzeitlich in „Valkyrie“ umgetauften Autos einiges getan.

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass am Design der Außenhülle viel geändert wurde. Besonders spektakulär sind die beiden Löcher rechts und links zwischen Cockpit-Kanzel und vorderen Radhäusern, die den Blick auf die Doppelquerlenker-Aufhängung freigeben und für viel Abtrieb sorgen sollen. Unter dem Auto verlaufen nun zwei große Venturi-Tunnel, die das Fahrzeug an die Straße saugen und die Luft unter dem Valkyrie hindurch zu dem ebenfalls neuen und gigantischen Heckdiffusor führen werden.

Dank diesen Maßnahmen und dem aktiven Splitter an der Front kommt der Aston Martin gänzlich ohne unästhetische Flaps, Flügelchen oder anderes Leitwerk aus. Erstmals zu sehen sind außerdem die Scheinwerfer des Valkyrie, die zwischen 30 und 40 Prozent leichter sind als die bisher leichtesten Einheiten im Aston-Regal. Auf der längs zum Chassis verlaufenden Heckflosse sitzt außerdem die dritte Bremsleuchte – gerade einmal 5,5 mal 9,5 Millimeter groß.

Auch einen Blick in den Innenraum des Valkyrie kann man nun werfen. Hier finden zwei Personen in Carbon-Mulden Platz, die Füße höher als das Gesäß positioniert – ähnlich einem Formel-1- oder LMP-Rennwagen. Um Platz zu sparen, sind die „Sitze“ um fünf Grad nach innen geneigt. Der Fahrer hat lediglich die Möglichkeit, Lenkrad und Pedale auf seine Wünsche einzustellen. Auf dem Volant finden sich alle wichtigen Knöpfe, zwei Bildschirme rechts und links im Innenraum zeigen als Außenspiegel-Ersatz die Bilder zweier außerhalb des Luftstroms an der Karosserie angebrachter Kameras.

Angetrieben wird der Valkyrie von einem frei saugenden 6,5-Liter-V12, der bei Cosworth entsteht und lose auf dem Formel-1-Triebwerk von 2010 basiert. Hohe Drehzahlen sollen für einen extremen Sound sorgen. Kombiniert wird der Verbrenner mit einer Elektromotor-Einheit, die flach im Unterboden sitzt und von E-Spezialist Rimac stammt. Das angepeilte Gewicht von knapp über 1.000 Kilogramm soll die Hybrid-Einheit in ein Leistungsgewicht von 1:1 verwandeln – über 1.000 PS sind also zu erwarten. Ein Siebengang-Getriebe mit Schaltwippen überträgt die Kraft dann an die Hinterräder. Der Elektromotor soll außerdem kurze emissionsfreie Fahrten ermöglichen und könnte auch als Rückwärtsgang zum Einsatz kommen, um Gewicht im Getriebe zu sparen. Für die Straßenlage wird ein aktives Aufhängungs-System verantwortlich sein. Klebrige Michelin-Sportreifen auf Magnesium-Zentralverschluss-Felgen halten den Valkyrie in der Bahn, wenn 2019 die ersten der 25 geplanten Exemplare an die Kunden ausgeliefert werden. Zwar hat Aston Martin bisher keinen Preis bekannt gegeben, einen mittleren siebenstelligen Betrag sollten die Interessenten aber durchaus bereithalten.

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