Freisprechungsreigen in den Innungen

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Für viele angehende Nachwuchskräfte im Kfz-Gewerbe bedeutet das Frühjahr den Start ins Berufsleben. »kfz-betrieb ONLINE« präsentiert eine Auswahl von Freisprechungsfeiern.

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Aufatmen heißt es auch in diesem Jahr bei zahlreichen Lehrlingen. Nach bestandener Prüfung gibt es den Gesellenbrief – das muss gefeiert werden. In zahlreichen Innungen haben Feiern zur Freisprechung stattgefunden. »kfz-betrieb ONLINE« gibt - ohne Anspruch auf Vollständigkeit - einen Überblick.

Bei der Kfz-Innung München-Oberbayern, der größten Innung, wurden in diesem Jahr 400 Gesellen und Gesellinnen ihre Prüfungen erfolgreich. Der Obermeister Hans Medele beglückwünschte die Nachwuchskräfte und sprach sie von Ihren Verpflichtungen aus der Lehrzeit frei.

„Es liegen ein paar harte Jahre hinter Euch“, sprach Obermeister Karl-Heinz junior Breitschwert die Nachwuchskräfte bei der Freisprechung der Innung Mittelfranken in Nürnberg an. Dennoch hat es sich gelohnt, denn der Jahrgang sei „sehr hochwertig“.

Hohe Ausbildungsleistung

Dies ist vor allem auch den Kfz-Betrieben zu verdanken: „ Unsere qualifizierten Meisterbetriebe übernehmen durch Ihre Bereitschaft der Ausbildungsplatzvergabe ein hohe soziale Verantwortung für die gesamte Gesellschaft und dafür spreche ich ihnen meinen Dank aus“, sagte Günther Görrissen, Obermeister der Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land, wo 60 Auszubildende ihren Gesellenbrief erhielten.

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Und Günter Haller, Obermeister von der Innung Schwaben, ergänzt: „Engagierte Ausbilder und Betriebe, die nicht aufgeben jungen Menschen etwas beizubringen – davor habe ich die höchste Achtung.“

Mit der Freisprechung haben die Jugendlichen eine wichtige Teiletappe im Leben erreicht, aber eben nur eine Teiletappe. „Gerade die Entwicklung in der Kfz-Technik erfordert eine ständige Weiterbildung“, sagte Uwe Rütz, Obermeister der Innung Hamburg, wo 158 Auszubildende ihren Gesellenbrief erhielten.

Meisterprüfung nicht aus den Augen verlieren

Mark Scherhag, Obermeister der Innung Mittelrhein, empfiehlt den Nachwuchskräften, einen „roten Faden“ durch ihren Lebenslauf zu legen. „Dazu zählt, sich nun neue Ziele zu setzen und neue Erfahrungen zu sammeln, sei es durch Aufenthalte im Ausland, durch zusätzliche Qualifikationen oder die Meisterprüfung“, so Scherhag

Doch auch nach bestandener Prüfung kommen auf viele Nachwuchskräfte keine leichten Zeiten zu: In Stuttgart und Umgebung wissen rund 40 Prozent der mehr als 200 frei gesprochenen Gesellinnen und Gesellen nicht, wie es nach Erhalt des Briefs weiter geht. Deshalb geht die Innung Region Stuttgart neue Wege und Arbeit mit einer Personalagentur zusammen. „Unser Ziel ist es, regions-, landes- und bundesweit Arbeitsplätze für unsere jungen Leute zu erschließen“, sagte Obermeister Klaus-Dieter Schaal.

Der Obermeister rät außerdem den rund 1.000 Betrieben in der Region Stuttgart, Nachwuchskräfte zur Not auch in anderen Jobs zu parken. Denn: „Wir werden diese in den nächsten Jahren noch dringend brauchen“, so Schaal.

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