Cupra Fünfzylinder-Vollgas mit dem Formentor VZ5

Autor: Andreas Grimm

Geburtstage feiert man gerne mit Überraschungen. Der Formentor VZ5 ist so ein Geschenk, das sich Cupra zum dreijährigen Bestehen gemacht hat. Viel PS sind dabei nicht gänzlich überraschend, der Fünfzylinder-Motor und die Optik schon mehr.

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Cupra hat seiner ersten eigenständigen Baureihe, dem Formentor, gleich mal ein Spitzenmodell spendiert, den Formentor VZ5. Das Modell gibt es nur in limitierter Auflage.
Cupra hat seiner ersten eigenständigen Baureihe, dem Formentor, gleich mal ein Spitzenmodell spendiert, den Formentor VZ5. Das Modell gibt es nur in limitierter Auflage.
(Bild: Seat)

Cupra hat sich zum dritten Geburtstag mit einem limitierten Sondermodell beschenkt, einer sehr sportlichen Variante des Formentor. VZ5 heißt das künftige Topmodell der ersten eigenständigen Baureihe der sportlichen Spanier. Es wird von einem 2,5-Liter-Benziner von Audi angetrieben. Angesichts der Elektrifizierungpläne der Marke wirkt der VZ5 zwar wie ein Relikt aus alten Zeiten – das aber ziemlich überzeugend.

Zugeliefert wird das Aggregat von Audi. Der 2,5-Liter TSI-Motor schöpft aus seinem Hubraum 287 kW/390 PS und 480 Newtonmeter und beschleunigt den Formentor im Zusammenspiel mit dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb in 4,2 Sekunden auf 100 km/h. Maximal sind elektronisch abgeregelte 250 km/h möglich. Aus diesen Eigenschaften heraus erklärt sich auch der Name des Sondermodells: „VZ“ steht für „veloz“ (spanisch für „schnell, flink“), die „5“ für den Fünfzylinder-Motor.

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Übrigens ist der Fünfzylindermotor im VZ5 erstmals außerhalb der Audi-Welt erhältlich. Über die Gründe zu spekulieren ist müßig, aber Fakt ist, dass Cupra- und Seat-Boss Wayne Griffith eine recht erfolgreiche Audi-Vergangenheit hat. Wie auch immer, der VZ5 ist ein Statement und laut Seat-Entwicklungsvorstand Werner Tietz „mit seinen exklusiven Leistungselementen ein Traum für Autoliebhaber“.

Zu den weiteren Besonderheiten des VZ5 gehören 20-Zoll-Räder, eine um einen Zentimeter absenkte Karosserie, Adaptiv-Fahrwerk und 18-Zoll-Bremsscheiben mit Sechskolben-Bremszangen. Für sportliche Optik sorgen in Carbon gefertigte Außenteile, etwa der Heckdiffusor mit zwei diagonal übereinander angeordneten Doppelendrohren mit Zierelementen aus Kupfer. Ein weiteres markantes Merkmal sind die 20-Zoll-Leichtmetallräder in Kupferoptik. Die Räder wurden speziell für den Cupra Formentor VZ5 entwickelt.

Innen gibt es stark konturierte Schalensitze mit in den Lehnen integrierten Kopfstützen. Kunden können zwischen schwarzem oder blauem Lederbezügen mit jeweils braunen Nappalederakzenten wählen. Außerdem an Bord sind ein Sportlenkrad mit Schaltwippen, farblich auffällige Ziernähte sowie Applikationen in Kupfer- und Alu-Optik. Serienmäßig gibt es ein digitales Cockpit mit 12 Zoll Bildschirmdiagonale.

Lediglich 7.000 Exemplare will Cupra vom ab dem vierten Quartal 2021 verfügbaren Formentor VZ5 produzieren. Angesichts der Bedeutung Deutschlands für den Cupra-Absatz dürfte ein erheblicher Teil des Produktionsvolumens hierzulande verkauft werden. Preise für den VZ5 nennt Cupra bislang nicht. Die derzeit stärkste erhältliche Formentor-Variante mit 310 PS kostet rund 45.000 Euro auf. Der VZ5 dürfte da noch eine ordentliche Schippe drauflegen.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«