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Gebrauchtwagen-Präsentation: Vom Twinner bis zur Handy-App

Autor: Silvia Lulei

„Mehr Power für Superhelden“ versprach der Deutsche Remarketing Kongress 2019, der Ende Februar in Würzburg stattfand. Dabei ging es um Ideen und Tools, die dazu beitragen, den Gebrauchtwagenhandel effizient zu gestalten.

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Das Motto „Mehr Power für Superhelden“ war Programm: Beim Deutschen Remarketing Kongress 2019 begrüßte Superman höchstpersönlich die Gäste.
Das Motto „Mehr Power für Superhelden“ war Programm: Beim Deutschen Remarketing Kongress 2019 begrüßte Superman höchstpersönlich die Gäste.
(Bild: Stefan Bausewein)

300 Händler und Dienstleister haben sich auf dem Deutschen Remarketing Kongress 2019 in Würzburg dazu ausgetauscht, wie sie sich das Gebrauchtwagengeschäft besser organisieren lässt. Ein zentrales Thema war in diesem Jahr das Thema Fotografie. Sowohl in der begleitenden Ausstellung „ReMa Expo“ als auch im Vortragsprogramm ging es daher immer wieder um die optimale Darstellung von Fahrzeugen.

Viel beachtet war in diesem Zusammenhang der Vortrag von Silvan Rath, Chief Sales Officer von Twinner by API. Der Deutsche Remarketing Kongress war die erste große Bühne, auf der der Autoscanner Twinner einem großen Publikum präsentiert wurde. Rath erklärte die Funktionsweise und den Entwicklungsstand von Twinner und gab einen Ausblick auf kommende Features, die sich derzeit noch in der Beta-Phase befinden.

Deutscher Remarketing Kongress 2019: Netzwerk für Händler
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Schon im Vorfeld gab es reichlich Mutmaßungen, wie teuer die Twinner-Box sein werde. Man munkelte über Preise bis 150.000 Euro. Rath zerstreute allerdings alle Bedenken, die Box sei zu teuer für den Handel. Der Twinner kostet nämlich nichts in der Anschaffung; abgerechnet wird nach der Anzahl der Scans. Ein Scan kostet ab 37,50 Euro, und es ist durchaus denkbar, dass mehrere Händler eine Box nutzen, um die Auslastung zu optimieren. Direkt nach Raths Vortrag überlegten die ersten Händler, wie sie ihre Kollegen zu Hause dafür begeistern könnten.

Der Twinner ist aber nicht das einzige Tool für die bessere Darstellung der Autos in Börsen und auf Webseiten. Die Aussteller präsentierten auch Piranha: Die App ermöglicht es, Fahrzeuge per Smartphone aufzunehmen und freizustellen. Informationen gab es auch zur Software von Komenda für die automatisierte Fotografie.

Die Veranstaltung des Fachmagazins »Gebrauchtwagen Praxis« und der Premiumpartner Dekra, Real Garant und Santander Consumer Bank hat sich seit ihrer Premiere vor sieben Jahren zu einem Networking-Event entwickelt. Das zeigen auch die kontinuierlich steigenden Teilnehmer- und Ausstellerzahlen. Bei der ReMa Expo waren in diesem Jahr 31 Aussteller und sechs Start-ups in einer eigens dafür vorgesehen Area vertreten.

Ein Highlight der Veranstaltung war der Live-Pitch von fünf Teams aus Start-ups und Händlern, die in einem 24-Stunden-Hackathon innovative Ideen für das Gebrauchtwagengeschäft entwickelten. Gewonnen hat – wie auch schon im letzten Jahr – das Start-up Botfriends. Erneut ging es um einen Chatbot für Verkauf und Service. Händlerpate für dieses Team waren Mitarbeiter des Mehrmarkenhändlers MGS Motor-Gruppe Sticht in Bayreuth.

Einen Ausblick darauf, was mit digitaler Preisauszeichnung alles möglich ist, gab Stefanie Kalheber. Die Gründerin und Geschäftsführerin von Visi One zeigte den Kongressteilnehmern ihre Vision von Customer Experience: Das digitale Preisschild soll es ermöglichen, dass Interessenten via Smartphone oder Smartwatch mit Pfeilen direkt zu dem Fahrzeug geführt werden, für das sie sich interessieren. Zudem sollen digitale Preisschilder das dynamische Preismanagement unterstützen, indem sie den Fahrzeugwert automatisiert an die Nachfrage anpassen.

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Über den Autor

 Silvia Lulei

Silvia Lulei

Chefredakteurin »Gebrauchtwagen Praxis«, Vogel Communications Group