Gebrauchtwagen Fehlende Produktion aus Corona-Zeiten schränkt Angebot ein

Von Andreas Grimm 2 min Lesedauer

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Die Zahl der Pkw-Umschreibungen ist im März erstmals seit 13 Monaten wieder gesunken. Insgesamt ist der Rückgang gering, dennoch ist das Marktniveau noch lange nicht auf Vorjahresniveau.

Der Gebrauchtwagenmarkt war im März leicht rückläufig. Möglicherweise fehlt in einem zentralen Marktsegment das Angebot.(Bild:  Achter – VCG)
Der Gebrauchtwagenmarkt war im März leicht rückläufig. Möglicherweise fehlt in einem zentralen Marktsegment das Angebot.
(Bild: Achter – VCG)

Die automobile Nachfrage in Deutschland war im März in vielen Bereichen rückläufig – nicht zuletzt auch im Gebrauchtwagengeschäft. Wie aus den Daten des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) hervorgeht, sank die Zahl der Pkw-Besitzumschreibungen im vergangenen Monat um 1,5 Prozent auf 552.188 Einheiten. Das ist grundsätzlich nur ein geringer Rückgang. Allerdings ist das Marktniveau noch weit von früheren Volumen entfernt. 2019 fanden im März 624.000 Pkw einen neuen Halter.

Im ersten Quartal hat das Gebrauchtwagengeschäft unter dem Strich allerdings deutlich zugelegt: 1,63 Millionen Pkw wechselten den Besitzer. Das war ein Plus von 7,9 Prozent. Ein Grund für den Rückgang könnte allerdings auch ein knappes Angebot an den gefragten mitteljungen Gebrauchtwagen sein, also den zwei- bis dreijährigen Modellen. Ihr Fehlen sei eine Folge der Produktionsunterbrechungen in der Corona-Zeit, merkt Stefan Schneck, Vertriebschef Deutschland bei Autoscout 24 an. Dem Markt stünden daher vermehrt günstigere ältere Modelle zur Verfügung.

Gleichzeitig sinkt der durchschnittliche Angebotspreis. Der liegt im Angebot von Autoscout 24 derzeit bei 27.035 Euro – und damit um 1,1 Prozent unter dem Wert des Vormonats. Der Wertverfall beschleunigt sich damit weiter. Stromer verlieren im Vormonatsvergleich sogar 2,4 Prozent an Wert und werden bei Autoscout mit 29.549 Euro erstmals für einen Durchschnittspreis von unter 30.000 Euro gehandelt. Die Konkurrenzbörse Mobile.de weist dagegen noch stabilere Preise aus: Hier sank der durchschnittliche Angebotspreis binnen Monatsfrist nur um 0,1 Prozent auf 32.675 Euro.

Positiv ist, dass der Handel die Gebrauchten im März offenbar wieder schneller verkaufen konnte als im Februar. Die Standzeit verkürzte sich auf durchschnittlich 96,6 Tage. Damit unterschritt sie wieder die 100er-Marke, denn noch im Vormonat standen die Autos 100,5 Tagen zum Verkauf (minus 3,8 Prozent).

Jenseits der Pkw war die Gebrauchtfahrzeug-Nachfrage ebenfalls überwiegend rückläufig. Bei den Lkw gingen die Halterwechsel um 5,5 Prozent auf 36.541 Einheiten zurück. Bei den Omnibussen erreichte das Minus sogar 8,5 Prozent bei allerdings nur 428 Einheiten. Positiv entwickelten sich dagegen die Umschreibungen bei den Krafträdern. 55.118 Halterwechsel sind ein Plus von 10,1 Prozent im Vergleich zum März 2023.

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