Gefahren: BMW 2er Gran Coupé – noch eine Nische

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Hat man sich für den 2er entschieden, steht der Freude am Fahren allerdings nicht mehr viel im Weg. Und auch wenn viele den Frontantrieb, der ihn als Familienmitglied der Kompakt-Reihe identifiziert, verteufeln: Im Alltag dürfte damit kaum einer an die Dynamik-Grenzen stoßen. Schließlich nutzt BMW hier die gleiche Technik wie im 1er und packt den Schlupfregler weg vom DSC-Controller und direkt ins Motorsteuergerät. Das reduziert den Weg der Datenübertragung um ein Drittel, die auf der Straße spürbaren Eingriffe dagegen geschehen sogar zehnmal so schnell wie sonst. Auf trockenem Asphalt lassen sich die Vorderräder kaum zum Scharren bringen und der 2er zieht flott und präzise seine Bahnen. Allerdings kommt das System bei Nässe an seine Grenzen, zumindest wenn die 400 Newtonmeter des 220d schlagartig über die Vorderachse herfallen.

BMW 2er Gran Coupé: Noch eine Nische
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Davon abgesehen ist der Zweiliter-Diesel aktuell vielleicht die beste Wahl: Er hat mit 140 kW/190 PS genug Wumms unter der Haube, um auch bergauf noch flott zu überholen, und ist an eine geschmeidige und trotzdem superschnell schaltende Achtgang-Automatik gekoppelt. Auch der Verbrauch geht, selbst wenn aus den versprochenen viereinhalb Litern bei ambitionierter Fahrt am Ende sechseinhalb werden, in Ordnung. Und zu guter Letzt ist er mit mindestens 39.900 Euro zwar kein Schnäppchen, gegenüber der Spaß-Alternative M235i aber trotzdem günstig.

Das Top-Modell mit Zweiliter-Turbo-Benziner kostet stolze 51.900 Euro, spielt aber mit 225 kW/306 PS auch in einer anderen Liga. Etwaigen Traktionsproblemen begegnet BMW hier mit serienmäßigem Allradantrieb per Lamellen-Kupplung. Zusammen mit dem tiefer gelegten M-Sportfahrwerk, einem mechanischen Sperrdifferenzial an der Vorderachse, der sportlicheren Lenkung und einer bissigeren Bremse kann man es mit dem M235i also richtig krachen lassen. Am anderen Ende der Preisliste steht der 218i, der als einziger mit Handschalter vorfährt. Sein 1,5-Liter-Dreizylinder entwickelt 103 kW/140 PS und 220 Newtonmeter, die vor allem den City-Cruisern unter den 2er-Kunden völlig ausreichen dürften.

Plug-in-Hybrid-Variante noch offen

Der ebenfalls mit Allrad ausgestattete 228i bleibt den europäischen Kunden verwehrt, aber auch bei uns will BMW weitere Motoren nachreichen: Der 141 kW/192 PS starke 220i dürfte gesetzt sein und könnte optional auch mit 4x4-Technik kommen. Ob BMW die auch für den Diesel nachreicht, ist noch genauso offen, wie eine Plug-in-Hybrid-Variante; die gibt es bereits im X1 und im 2er Active Tourer, die die gleiche Plattform nutzen. Bestätigt ist immerhin, dass demnächst auch die 48-Volt-Hybridisierung in der Kompaktklasse Einzug hält.

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