Gefahren: Fiat 500 Elektro – der Preis des Dolce Vita

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„Der von Samsung hergestellte Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 42 kWh befindet sich zwischen den Achsen auf dem Boden des Autos und erhöht das Gewicht um rund 290 kg“, erläutert Chefingenieurin Laura Farina, „so wiegt das Auto 1.300 Kilogramm und der vorne montierte Elektromotor leistet 118 PS.“ Dadurch wurde der Schwerpunkt des Autos gesenkt und die Massenverteilung auf 52:48 Prozent ausgeglichen, während der Benzin-Vorgänger 60:40 Prozent bot, was ein neutraleres Fahrverhalten verspricht.

Auf der Straße

Die städtischen Straßen der piemontesischen Hauptstadt Turin sind reich an Löchern und Unebenheiten. Dies zeigt, dass der 500, obwohl er auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Komfort und Stabilität setzt, deutlich strammer als sein Vorgänger abgestimmt ist. In einigen Fällen ist die Federung etwas laut und die Bodenunebenheiten werden an die Insassen weitergeleitet.

Zum Ausgleich gibt es deutliche Stabilitätsgewinne und hinzugewonnenen Fahrspaß, die durch die 220 Nm Drehmoment entstehen, die ab dem Start anliegen. Bis zur 100-km/h-Marke braucht der Kleinwagen allerdings trotzdem noch gute neun Sekunden.

In der City ist der 3,62 Meter lange Fiat 500-E nicht nur Dank seines Wendekreises von neun Metern bestens aufgehoben. Das neue 360-Grad-Sensorsystem wirkt wie eine Drohne, die über dem E-Fahrzeug kreist. Die italienischen Ingenieure sprechen von 320 Kilometern elektrischer Reichweite und einigem mehr in der Stadt.

Wir konnten das Auto lediglich 27 Kilometer innerorts fahren – dabei sank die Batterieladung aber laut Bordcomputer um zehn Prozent. Der in der Instrumentierung angegebene durchschnittliche Verbrauch lag bei 14,7 kWh / 100 km, mit denen man mit einer Akkuladung nicht mehr als 285 km zurücklegen könnte.

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Neben diesem Range-Modus gibt es mit den beiden Fahrprogrammen Normal und Sherpa entweder mehr Rollen oder das One-Pedal-Feeling, bei dem sich der Fiat 500-E nahezu komplett mit dem Gaspedal fahren lässt. An die maximale Bremsverzögerung gewöhnt man sich dabei ebenso schnell wie bei der Konkurrenz. In diesem Modus für maximale Reichweite stehen jedoch nur 77 PS und eine Maximalgeschwindigkeit von schmalen 80 km/h zur Verfügung. So wird es langweilig und träge hinter dem Steuer.

Startmodell kostet 34.900 Euro

Das Laden der Batterie im Wechselstrom bei 11 kW dauert lange 4,15 Stunden, bei 3 kW zu Hause sind es 15 Stunden. Deutlich besser ist das Schnellladen im Gleichstrom, das Dank drei Phasen mit 85 Kilowatt 35 Minuten dauert. Solange man eine solche Schnellladestation in der Nähe findet, kann man den 500-E in fünf Minuten für weitere 50 Kilometer erstarken lassen. Zeit, um einen Cappuccino zu trinken und die Heimreise fortsetzen.

Und noch einmal über den Preis nachzudenken, denn 34.900 Euro für das komplett ausgestattete Launch-Sondermodell La Prima sind das eine, doch auch die später verfügbare Basisversion wird mit unter 30.000 Euro wohl gut doppelt so viel wie der konventionell angetriebene Vorgänger kosten.

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