Gefahren: Ford Focus – kompakter Überflieger

Die Preise starten bei 18.700 Euro

| Autor: Julia Mauritz

Ford-Deutschland-Verkaufsdirektor Hans-Jörg Klein mit dem neuen Ford Focus.
Ford-Deutschland-Verkaufsdirektor Hans-Jörg Klein mit dem neuen Ford Focus. (Bild: Mauritz/»kfz-betrieb«)

Auf die vierte Generation des neuen Ford Focus, die im September in die Schauräume der deutschen Händler rollt, dürften die deutschen Ford-Partner bereits sehnlich warten, denn Restbestände des Vorgängermodells gibt es nach Angaben des Verkaufsdirektors von Ford Deutschland, Hans-Jörg Klein, schon jetzt so gut wie nicht mehr. Sprich: Den Sommer müssen die Händler folglich ohne das meistverkaufte Volumenmodell (31.922 Neuzulassungen von Januar bis Juni 2018) überstehen. Im Herbst dürfen sich die Händler dafür umso mehr auf einen rundum gelungenen neuen Vertreter der Kompaktklasse freuen.

Es ist keine Seltenheit, dass Hersteller ein neues Modell als das beste aller Zeiten präsentieren – beim Ford Focus ist das jedoch tatsächlich der Fall. Dabei ist das komplett neu entwickelte Fahrzeug, anders als üblich, zumindest in der Basisausstattung nicht teurer geworden. Ganz im Gegenteil: Mit 18.700 Euro kostet er sogar 200 Euro weniger als sein Vorgänger. Punkten kann der Focus gleich mehrfach: Mit seiner dynamischen Linienführung und der langen Motorhaube ist er ein echter Hingucker. Auch in puncto Platzangebot, Sicherheit und Fahrverhalten – vor allem auf unebenen Straßen – liegen zwischen dem alten und dem neuen Focus Welten.

Erhältlich ist das in Saarlouis produzierte Modell, das flacher, länger und breiter ist als sein Vorgänger, als fünftürige Fließheck-Limousine und in der Kombiversion Turnier. Wer 575 statt 341 Liter in den Kofferraum laden will, muss 1.000 Euro mehr investieren. Ford-Deutschland-Verkaufsdirektor Hans-Jörg Klein traut dem Kombi einen Verkaufsanteil von bis zu 65 Prozent zu.

Sechs Focus-Varianten zur Auswahl

Ein genaues Focus-Neuzulassungsziel für das erste volle Verkaufsjahr will Hans-Jörg Klein, der zum 1. September 2018 als Geschäftsführer Marketing und Vertrieb das operative Ruder der Kölner Ford-Werke von Wolfgang Kopplin übernimmt, nicht nennen. Er sieht aber vor allem im Privatkundenmarkt dank der aus dem Fiesta bekannten Variantenvielfalt deutliches Wachstumspotenzial. Zum Marktstart ist der neue Focus in fünf Ausstattungslinien erhältlich – neben den gängigen Ausstattungen Trend, Cool & Connect und Titanium gibt es das Kompaktklassemodell auch in der sportlich orientierten ST-Line und als luxuriösen Vignale. Anfang 2019 rollt dann noch die Crossover-Variante Focus Active in den Handel. Letztere wird eine 30 Millimeter höhere Bodenfreiheit bieten und einen zusätzlichen Fahrmodus für rutschige Fahrbahnverhältnisse. Zudem hat Ford dem Focus Active ein eigenständiges Design gegönnt.

Die größten Verkaufschancen traut Hans-Jörg Klein der Titanium-Ausstattung zu. Er rechnet mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Zwischen 20 bis 25 Prozent der Käufer werden sich seiner Ansicht nach für die sportliche ST-Line entscheiden, 15 bis 20 Prozent für den Focus Active. Den Vignale-Anteil schätzt der Ford-Manager auf fünf bis sechs Prozent.

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