Nicht dass man auf den stark kontrollierten sowie geschwindigkeitslimitierten skandinavischen Autobahnen und Landstraßen das Potential des JCW nur annähernd erfahren könnte ohne saftige Strafen riskieren zu wollen. Aber auch eine nicht unbedingt artgerechte Fahrweise vermittelt Fahrspaß. Man spürt, der Sportler würde sofort losrennen, wenn man ihn ließe und zeigen, dass er nun 0,1 Sekunden schneller als zuvor den Standardspurt von 0 auf 100 km/h bewältigt, also jetzt in 6,8 Sekunden. Seine Spitze erreicht er bei 229 km/h. Abgesehen davon ist es immer wieder schön, wenn man beim Beschleunigen mit Nachdruck in die serienmäßigen Sportsitze gedrückt wird, oder bei schnellen Kurvenfahrten das Mini-typische Fahrwerk samt Go-Cart-Gefühl erleben kann.
Das funktioniert zumindest ansatzweise auch unter den Kameras der dänischen und schwedischen Überwachungsanlagen. Gut ist übrigens, dass der Blick des Fahrers auf den gut ablesbaren digitalen Tacho fällt und somit die Geschwindigkeitsübersicht gewahrt bleibt. Der normale, tellergroße Tacho dagegen taugt wie gehabt nicht dazu, die Geschwindigkeit abzulesen. Den kann man für diesen Zweck getrost ignorieren. Ansonsten ist das Interieur vertraut.
Durchaus alltagstauglich
Pfiffig ist die Alu-Schiene, die sich vom Fond bis zwischen Fahrer- und Beifahrersitz erstreckt. In sie kann man Cup-Holder oder einen Brillenetui einklicken. Hinten sind übrigens nur zwei Plätze vorgesehen. Passagiere bis zu einer Körperlänge von ca. 1,85 Meter sitzen im Fond trotz der abfallenden Dachlinie komfortabel, vorausgesetzt sie schaffen es, sich umständlich, aber hoffentlich geschmeidig, nach hinten zu begeben. Apropos hinten: Das Kofferraumvolumen beträgt 330 Liter, klappt man die Rücksitzlehnen um, steigert sich der Wert auf 1.080 Liter. Hier merkt man besonders, dass der Paceman den neuen auf nun 3,82 gestreckten normalen Mini um 30 Zentimeter in der Länge übertrifft.
Natürlich kann jetzt noch nicht Schluss sein: Weil – wenn schon, denn schon, auch das Top-Modell reichlich Gelegenheit bietet, den Grundpreis zu erhöhen. Da wäre zum Beispiel das Ausstattungspaket JCW Chili für 4.600 Euro unter anderem mit Klimaautomatik, Bordcomputer, Lederlenkrad, Xenon-Licht sowie LED-Nebelleuchten. Eine Metallic-Lackierung kostet 500 Euro, Ledersitze 800 Euro. Ein Mini-Navigationsgerät steht für knapp 1.400 Euro zur Wahl und und und. Wenn schon – denn schon.
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