Gefahren: Mini Paceman John Cooper Works

Autor / Redakteur: sp-x / Dipl.-Päd. Gerd Steiler

Wer einen Mini fährt, macht das wohl in den seltensten Fällen aus rationalen Gründen. Wer sich für den coupéhaften Paceman samt Topmotorisierung entscheidet, zeigt sich sogar völlig unverdächtig, aus reinen Vernunftsgründen zu handeln.

Mini Pacemam JCW: Das Facelift des sportiven Mini-Coupé ist seit 1. Juli ab 36.050 Euro zu haben.
Mini Pacemam JCW: Das Facelift des sportiven Mini-Coupé ist seit 1. Juli ab 36.050 Euro zu haben.
(Foto: Mini)

Der seit Ende 2012 erhältliche Paceman ist das jüngste Mitglied der Mini-Großfamilie. Nur der klassische Mini, der im Frühjahr in zweiter Generation debütierte, ist noch frischer. Mit zwei Türen sowie der stark nach hinten abfallenden Dachlinie könnte man den Paceman am ehesten als Coupé beschreiben. Im Gegensatz aber zu dem Coupé genannten Mini-Derivat mit nur zwei Sitzgelegenheiten, gibt es hier vier Plätze sowie einen für Mini-Verhältnisse großzügige Kofferraum.

Jetzt hat er ein dezentes Facelift sowie eine kleine Überarbeitung der Motoren erhalten. 100 Euro mehr verlangt Mini nun für das Coupé. Als Cooper startet er ab 23.800 Euro, das Top-Modell John Cooper Works mit 160 kW/218 PS kostet jetzt 36.050 Euro.

Mini Paceman John Cooper Works
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Nach zwei Jahren schon in die Aufbereitung? Das passiert bei Fahrzeugen nicht so oft, hier kommt dem Paceman seine enge Verwandtschaft mit dem viertürigen, fünfsitzigen Countryman zugute. Der ist seit 2010 auf dem Markt und wurde nun für seine zweite Lebenshälfte aufgefrischt. Und wo die Mini-Macher schon einmal dabei waren, haben sie auch dem Coupé etwas genauer auf und unters Blech geschaut uns ihm fast dieselben Änderungen spendiert wie dem Countryman. Dazu gehören unter anderem ein neuer Kühlergrill sowie Chromringe für die Lüftungsdüsen und eine verbesserte Geräuschdämmung. Außerdem erfüllen nun alle Motoren (Cooper, Cooper S, JCW, Cooper D sowie Cooper SD) die Abgasnorm Euro 6.

Auffallen kein Problem

Seinen Auftritt als Bonsai-BMW X6 muss man mögen. Die abfallende Dachlinie sollte man – wenn schon, denn schon - durch Farbkontraste noch mehr betonen. Warum nicht zum neuen Karosseriefarbton „Midnight Grey Metallic“ das Dach in Rot ordern? Durch die Fokussierung des Dachs werden auch gleichzeitig die zwei Türen in den Mittelpunkt gerückt, familientaugliche Viertürer-Konzepte wie beim Countryman sind hier schließlich nicht gefragt. Dazu gibt es noch rote Streifen auf der Seite sowie auf der Motorhaube und am Heck. Auffallen ist kein Problem. Dafür sorgt auch die beim Top-Modell leicht geänderte Front mit dem JCW-Schriftzug und einer roten Lamelle im Kühlergrill. Die Farbe Rot setzt sich im Interieur bei Applikationen an Türen, Armaturenbrett sowie an der Mittelkonsole fort.

Der John Cooper Works fällt zudem durch die typischen JCW-Sportlerattribute wie zwei Auspuffendrohre, 18-Zoll Leichtmetallräder sowie spezielle Seitenschweller und Eintrittsleisten auf. Unverändert leistet der 1,6 Liter-Turbo mit Direkteinspritzung 160 kW/218 PS und liegt damit auf dem Leistungsniveau eines Golf GTI (162 kW/220 PS). Die Kraft wird serienmäßig über ein Sechsgang-Getriebe auf alle vier Räder übertragen. Den Durchschnittsverbrauch des Euro-6-Mini gibt der Hersteller mit 7,1 Liter je 100 Kilometer an – dies entspricht einem CO2-Ausstoß von 165 g/km.

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