Gefahren: Porsche Cayman GT4 Clubsport

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Für 132.090 Euro bekommen die Kunden also ein nur 1.300 Kilogramm schweres Rennauto, mit dem sie unter anderem bei der VLN-Langstreckenmeisterschaft oder den GT4-Serien an den Start gehen können – und das bei Bedarf mit relativ wenig Aufwand. Wer kein komplettes Techniker-Team nebst mobiler Werkstatt mit zur Strecke bringen will, kann den GT4 Clubsport zuhause beim Porsche-Händler vorbereiten, und bei Bedarf nach dem Rennen dort auch wieder in Stand setzen lassen. Ein Vorteil, den viele Hobby-Rennfahrer zu schätzen wissen. In der preisgünstigsten Serie, dem Porsche Sports Cup, kann man so eine Saison schon mit einem Budget von rund 20.000 Euro bestreiten.

Auch für Laien gut zu handeln

Und das mit ausgesprochenen Leichtigkeit. Sicher, wer um den Sieg fahren will, der braucht schon einiges an fahrerischem Können und eine ordentliche Portion Mut, doch selbst für einen Laien ist der Clubsport erstaunlich gut zu handeln, wie wir auf dem Lausitzring selbst erfahren konnten.

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Ist mit dem Einstieg durch den Käfig und rein in den engen Sitz die erste Hürde genommen, ist der Rest fast schon ein Kinderspiel. Das Doppelkupplungsgetriebe fährt quasi immer im Sport-Plus-Modus, dreht die Gänge bis zum Begrenzer bei rund 7.500 Touren aus und zwingt den Fahrer nie dazu, händisch einzugreifen. Der kann sich voll und ganz auf die Ideallinie konzentrieren, auf der der Clubsport mit seinen Slicks förmlich zu kleben scheint.

Sprichwörtlich leichtfüßig lässt sich der abgespeckte Cayman über die Curbs und durch die Kurven jagen, folgt jeder Bewegung des kleinen, griffigen Volants unverzüglich auf Schritt und Tritt und die Bremsanlage vernichtet vor der Kurve überschüssige Energie im Handumdrehen – zumindest, wenn der Fahrer genug Kraft im rechten Bein hat. Dazu gibt es schnörkellosen Renn-Sound: Ohne überflüssige Schalldämmung dringt das kraftvolle Knurren und lustvolle Kreischen des Motors ungehindert in den leergeräumten Innenraum, der sich als idealer Schallkörper für den Klang der Geschwindigkeit erweist.

Produktion ausverkauft

Ein Konzert, für das es allerdings keine Karten mehr gibt: Mit dem Produktionsende des alten Caymans ist auch die GT4-Clubsport-Fertigung zu Ende gegangen. 420 wurden gebaut, und alle haben innerhalb kürzester Zeit einen Käufer gefunden. Allerdings steigen die Chancen zum Ende der Rennsaison, vielleicht den ein oder anderen Race-GT4 jetzt als Gebrauchten zu bekommen. Oder man wartet auf die Neuauflage: Vom 718 Cayman GT4 Clubsport ist zwar offiziell noch nicht die Rede, aber Frank-Steffen Walliser hat schon durchblicken lassen: „Er wird zur richtigen Zeit kommen“.

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