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Gefahren: Subaru Forester – wachsamer Offroader

Autor: Yvonne Simon

Das japanische SUV geht mit Mild-Hybrid-System in die fünfte Generation. Auffälliger als die elektrische Unterstützung ist beim Fahren aber die Sicherheitsausstattung. Dank zahlreicher Assistenten hat der Forester seine Augen gefühlt überall.

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Subaru hat den Forester neu aufgelegt.
Subaru hat den Forester neu aufgelegt.
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Vor rund einem Jahr kündigte Subaru den Einstieg in die Elektrifizierung in Deutschland an, jetzt ist es so weit und die beiden Flaggschiffe Forester und XV rollen mit Mild-Hybrid-System auf die Straßen. „Wir sind überzeugt, dass ein Mild-Hybrid das Beste ist, das wir derzeit auf den Markt bringen können“, sagte Deutschlandgeschäftsführer Volker Dannath bei der Fahrvorstellung des Forester, der in die fünfte Generation startet.

Dementsprechend soll die Modellpalette nach und nach mit der elektrischen Unterstützung ausgestattet werden. Der nächste Kandidat für den Mild-Hybrid wird im zweiten Halbjahr 2020 der Impreza sein. „Aber natürlich geht die Entwicklung bei uns weiter“, so Dannath mit Hinblick auf weitere Technologien – „mal sehen, was noch kommt“. Mit einem rein batterieelektrischen Fahrzeug sei hierzulande allerdings erst gegen Ende 2022 zu rechnen.

Subaru Forester – Wachsamer Offroader
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Vom elektrifizierten Forester will Subaru im ersten Jahr 3.500 Einheiten verkaufen, in erster Linie an Outdoor-affine Fahrer. Damit soll er den XV, der im Gegensatz zum Forester weiterhin auch mit Benziner erhältlich ist, absatzseitig überflügeln. Für den XV peilt der Friedberger Importeur 3.000 Verkäufe an und erwartet damit bei beiden Modellen eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vorjahren: 2019 kam der Forester – auch aufgrund von Lieferproblemen durch Produktionsausfälle – auf lediglich 1.992 Einheiten, im Jahr zuvor waren es knapp 2.600 Fahrzeuge gewesen. Der XV fand zuletzt 1.932 Abnehmer.

1,6 Kilometer elektrisch

Das Mild-Hybrid-System, das Subaru als E-Boxer bezeichnet, vereint einen Vierzylinder, der aus zwei Litern Hubraum eine Leistung von 110 kW/150 PS sowie ein maximales Drehmoment von 194 Newtonmetern entwickelt, mit einem 12,3 kW/16,7 PS starken Elektromotor. Letzterer bezieht seine Energie aus einer 13,5 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie, die mit rekuperierter Bremsenergie und überschüssigem Drehmoment gespeist wird. Bei einer maximalen Geschwindigkeit von 40 Kilometer pro Stunde sollen 1,6 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden können. Der permanente Allradantrieb ist serienmäßig an ein stufenloses Automatikgetriebe gekoppelt, das beim Beschleunigen auf höhere Geschwindigkeiten deutlich zu hören ist. Bei entspanntem Fuß ist das Fahrgefühl im Forester dafür sehr angenehm und stabil.

Der elektrifizierte Antrieb soll einerseits bei der Beschleunigung unterstützen und andererseits den Kraftstoffverbrauch und die Emissionen drücken. Im Vergleich zum Vorgänger soll der CO2-Ausstoß um 14 Gramm pro Kilometer sinken und der kombinierte Verbrauch nach NEFZ von 7,4 auf 6,7 Liter fallen. Auf der Testfahrt rund um Dresden zeigte der Bordcomputer allerdings über zwei Liter mehr an.

Zu spüren war die elektrische Unterstützung dann vor allem im Gelände. Auf einem Offroad-Parcours am Lausitzring reichte sehr wenig Gas aus, um das SUV über den matschigen Untergrund zu bewegen. Überhaupt zeigte sich der Forester abseits der Straßen als verlässlicher Partner, wozu unter anderem die Bergabfahrhilfe beiträgt.

Kamera beobachtet den Fahrer

Was außerdem sehr schnell auffällt: Der Forester meint es gut mit seinem Fahrer. Schweift dessen Blick beispielsweise zum Seitenfenster hinaus, fordert ihn der Aufmerksamkeitswarner nach kurzer Zeit dazu auf, wieder auf den Verkehr zu achten. Möglich ist das durch eine Kamera, die über dem Multifunktionsdisplay in der Mitte des Cockpits angebracht ist. So registriert das System auch Müdigkeit und weiß zudem, wer gerade am Steuer sitzt. Im Fahrer-Erkennungssystem lassen sich bis zu fünf Fahrerprofile anlegen. Sobald sich ein Fahrer ans Steuer setzt, wird dieser identifiziert und Sitze und Außenspiegel fahren in dessen bevorzugte Position.

Das SUV verfügt generell über zahlreiche Assistenten. Praktisch ist der serienmäßige Querverkehrsassistent, der den Fahrer warnt, wenn sich beim Rückwärtsfahren ein Fahrzeug von der Seite nähert, beispielsweise beim Ausparken. Kollisionen beim Rückwärtsfahren verhindert auch ein spezieller Notbremsassistent. Beim Einparken hilft eine Seitensichtkamera.

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Über den Autor

 Yvonne Simon

Yvonne Simon

Redakteurin Management & Handel