Gleich drei Rückrufe bei Mazda

Einige RX-8 doppelt betroffen

| Autor: Niko Ganzer

Unter anderem müssen europaweit knapp 95.000 Mazda 6 (GJ) in die Werkstätten.
Unter anderem müssen europaweit knapp 95.000 Mazda 6 (GJ) in die Werkstätten. (Foto: Mazda)

Gleich drei Rückrufaktionen hat Mazda Deutschland vor Kurzem angekündigt. Eine davon läuft bereits seit einigen Tagen und zwar für die SUV CX-7 (ER) und CX-9 (TB). „Es besteht die Möglichkeit, dass die vorderen Querlenker aufgrund von Wasser, welches durch die Manschette eindringenden kann, korrodieren. Dadurch kann es zu einem Versagen des Kugelkopfes kommen. Dies wiederum kann zu einem Klappergeräusch und einer schwergängigen Lenkung führen“, heißt es in einer schriftlichen Mitteilung des Importeurs.

Vom CX-7 aus dem Bauzeitraum 8. Mai 2007 bis 7. August 2012 müssen deshalb in Deutschland 12.595 Einheiten in die Vertragswerkstätten, in Europa sind es rund 50.000. Deutlich weniger sind es beim CX-9, gebaut zwischen 1. Februar 2008 und dem 6. Januar 2014. Hier kommen europaweit rund 2.800 zum Austausch der vorderen Querlenker in die Werkstatt, davon 571 hierzulande.

Die gleiche Maßnahme steht in Europa auch bei knapp 20.000 Sportwagen des Typs RX-8 aus dem Bauzeitraum 14. Februar 2003 bis 7. Mai 2004 an. „Bei einigen Fahrzeugen besteht die Möglichkeit, dass sich der Kugelkopf aufgrund eines unzureichenden Produktionsverfahrens aus der Gelenkpfanne vom vorderen Querlenker löst. Dadurch ist das Fahrzeug nicht mehr fahrbar“, meldet der Hersteller. Die Reparatur dauert hier zwei Stunden.

Die Halter dieser RX-8 müssen sich zudem weitere 1,7 Stunden gedulden, denn an ihren Fahrzeugen steht noch eine zweite Reparatur an. Sie betrifft zusätzlich alle bis einschließlich 16. Februar 2008 gebauten Modelle. Bei insgesamt rund 49.000 Einheiten in Europa muss die Kraftstoffpumpen-Einheit gewechselt werden. „Es besteht die Möglichkeit, dass der Kraftstoffleitungs-Anschluss an der Kraftstoffpumpe aufgrund von Hitzeeinwirkung des Motors und der Abgasanlage Risse bekommt, was zu einem Kraftstoffleck führen kann“, hieß es von Seiten des Herstellers. Für den deutschen Markt lagen noch keine Infos zur betroffenen Stückzahl vor.

Gleiches gilt für den jüngsten Rückruf, der europaweit knapp 95.000 Mazda 6 (GJ) in die Werkstätten führt. „Aufgrund einer ungenügenden Dichtleistung der Bremskolbenmanschette kann Wasser in den Bremssattel eindringen. Hierdurch kann es zu Beeinträchtigungen der Funktionsfähigkeit der Feststellbremse kommen“, so die Info zu diesem Fehlerbild. Für den Tausch der Bremssättel an Fahrzeugen, die zwischen 31. Juli 2012 und 1.Dezember 2014 vom Band liefen, sind circa 65 Minuten vorgesehen. Die Aktion betrifft weltweit auch über 200.000 Mazda 3, allerdings wurde keines dieser Fahrzeuge offiziell nach Europa importiert.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 44781557 / Service)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen