Mercedes-Benz Großer Rückruf für die C-Klasse

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Weltweit über 270.000 Exemplare der Baureihe 205 benötigen wegen erhöhter Brandgefahr ein Software-Update des Motorsteuergeräts. Allerdings gibt es noch Unklarheiten.

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Wegen eines möglichen Problems mit dem Generator rufen die Stuttgarter aktuell weltweit über 270.000 C-Klasse-Modelle aus dem Produktionszeitraum März 2014 bis Februar 2018 zurück.
Wegen eines möglichen Problems mit dem Generator rufen die Stuttgarter aktuell weltweit über 270.000 C-Klasse-Modelle aus dem Produktionszeitraum März 2014 bis Februar 2018 zurück.
(Bild: Daimler)

Die Mercedes-Vertragsbetriebe müssen sich zu Jahresbeginn auf Zusatzarbeit einstellen. Nach Informationen von »kfz-betrieb« setzen die Stuttgarter seit wenigen Tagen weltweit über 270.000 Halter einer C-Klasse (Baureihe 205) mit Vierzylinder-Ottomotor (M274) über ein mögliches Problem mit dem Generator in Kenntnis. Die Autos stammen aus dem Bauzeitraum März 2014 bis Februar 2018.

Aufgrund eines Ausfalls von Dioden im Gleichrichter des Generators kann es laut einer vorliegenden Hersteller-Information bei längeren Leerlaufphasen des Motors zu einem Kurzschluss von der Starterbatterie durch den Generator zur Fahrzeugmasse kommen. Dadurch könnte sich die Temperatur in den Statorspulen des Generators bis zu einem Punkt erwärmen, an dem ein möglicher Brand nicht ausgeschlossen werden kann.

Als Abhilfe ist ein halbstündiges Update für das Motorsteuergerät vorgesehen. Mit ihm soll die Betriebsstrategie des Generators optimiert werden. Die Software hierfür steht aber offenbar noch nicht zur Verfügung. Daher ergeht zunächst eine Ankündigung des Rückrufs an Kunden. Wann die Aktion tatsächlich starten soll, ist noch nicht bekannt. „Der Rückruf der C-Klasse ist vom KBA noch nicht veröffentlicht, bei den Briefen handelt es sich um Kundenvorabinformationen”, teilte die Daimler-Pressestelle auf Anfrage lediglich mit.

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Freier Journalist